15.01.2020 - 10:25 Uhr
PirkOberpfalz

Pirker Wehr viel gefordert

Das erste Jahr der neuen Führungsmannschaft um die Aktiven mit erstem und zweitem Kommandanten Johannes Albrecht und Thomas Kaiser ist vorbei. Die Bilanz: Viele Einsätze dominierten die Arbeit.

Die Feuerwehr Pirk ehrt ihre Jubilare in der Jahreshauptversammlung.
von Rita KreuzerProfil

In der Jahreshauptversammlung sprach Vorsitzender Andreas Albrecht die zahlreichen gesellschaftlichen Aktivitäten an, die meisten waren kirchliche und weltliche am Ort. Die Wehr hat 485 Mitglieder, davon 70 aktive und 371 passive. Im vergangenen Jahr waren acht Sterbefälle, acht Austritte und zehn Neumitglieder zu verzeichnen.

Kommandant Johannes Albrecht berichtete von der abgelegten Leistungsprüfung und einem Absturzsicherungslehrgang. Zwei Aktive haben das Feuerwehr-Fitness-Abzeichen in Silber bestanden und vier Aktive einen Lehrgang an der staatlichen Feuerwehrschule besucht. Zu den monatlichen Übungen der Aktiven äußerte Albrecht die Bitte, dass daran auch erfahrene Aktive zur Wissensweitergabe teilnehmen.

Im Jahr 2019 gab es 36 Einsätze: 12 Brände, 10 Absperrungen und Verkehrssicherungen, 8 technische Hilfeleistungen sowie 6 Alarme der Brandmeldeanlage Constantia Pirk. Dadurch sind 474 Einsatzstunden der Aktiven entstanden. Momentan sind in der Wehr 67 Aktive, davon sind 10 weiblich. In diesem Jahr werden die neuen Schutzanzüge geliefert, die Digitalfunk-Alarmierung wird eingerichtet, im Constantia-Werk wird vermehrt geübt und eine Leistungsprüfung abgehalten. Geplant sind ein Motorsägenkurs, Atemschutz- und Maschinistenlehrgänge.

Atemschutzwart Josef Meißner sagte, dass aktuell 14 Atemschutzträger ausgebildet sind. Zwei Anwärter haben die G26-Untersuchung bestanden. Eine davon wird die erste weibliche Atemschutzgeräteträgerin der Pirker Feuerwehr werden. Im vergangenen Jahr wurde zweimal die Atemschutzstrecke besucht.

Absturzsicherungswart Heiko Jägler sagte, dass ein Lehrgang stattgefunden hat, in dem jeder Teilnehmer 25 Stunden leistete. Gerätewart Peter Specht berichtete von kleineren Reparaturen an den Fahrzeugen und Geräten im vergangenen Jahr. Das LF 10/6 sei zehn Jahre alt und es müsse einiges erneuert werden. Ein Dank galt allen Unterstützern, den Gemeindearbeitern, der Gemeinde, den Kommandanten und Stefan Hierold sowie Markus Specht für die Hilfe bei Problemen.

Christian Wirth betonte, dass mit der Kinderfeuerwehr der Fortbestand der Feuerwehr gesichert wird. Gleich zu Beginn des Jahres hat ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind für die Eltern stattgefunden. Bei den Kindern sei das Interesse weiterhin groß und kaum eines fehle unentschuldigt. Aktuell wird in monatlichen Übungen mit 30 Kindern in 3 Gruppen geübt. Dabei lernen die Kinder die Grundlagen der Gemeinschaft und des Diensts in der Wehr – mit der Hoffnung der Verantwortlichen, in zehn Jahren weiterhin auf eine aktive Feuerwehr zurückgreifen zu können.

Jugendwart Umberto Vicenzotto hatte Anfang des vergangenen Jahres 14 Jugendliche übernommen. 13 sind noch aktiv und waren bei jeder Übung anwesend. Sie absolvierten die Jugendflamme und den Wissenstest jeweils in Stufe eins. Außerdem stellten sie die größte Gruppe bei der Kirwajugendübung und nahmen an der Funkübung teil. Somit fanden im Jahresverlauf 17 Unterrichte und Übungen mit einer Gesamtstundenzahl von 275 Stunden statt.

Bürgermeister Michael Bauer dankte, dass dieses Jahr zum ersten Mal die Dienst- und Jahreshauptversammlung zusammengelegt wurde. „Die Sicherung des Brandschutzes geschieht durch die Aktiven und in den letzten Monaten hat man dies vor Ort, als auch in den weltweiten Medien gesehen. Diese Vorfälle erfordern einen wirksamen Brandschutz. Auch darf keine Routine einkehren, deshalb muss die Ausbildung immer aktuell sein und eine jederzeitige Einsatzbereitschaft ist wichtig.“ Er empfindet die Gemeinde in guten Händen und er kann sich auf die Kommandanten, sowie ihre Funktionsträger verlassen.

Weiterhin berichtete er über die neuen Pläne von Constantia Pirk. Die Firma zielt darauf ab, die Werksfeuerwehr in eine Betriebsfeuerwehr umzuwandeln. Die Verantwortung für das Werk würde bei einer Betriebsfeuerwehr auf die Gemeinde übergehen. Wenn es sich so entwickeln sollte, müsste die Gemeinde wahrscheinlich ein neues Fahrzeug beschaffen, was auch Probleme mit der Unterstellmöglichkeit im Feuerwehrhaus nach sich zieht. Aktuell werden noch auf Stellungnahmen gewartet.

Kreisbrandinspektor Martin List sagte, dass die vergangenen Wochen durch die Großbrände und Brandstiftungen nicht einfach waren. Es habe sich dadurch gezeigt, dass die Zusammenarbeit der Feuerwehren und der Ausbildungsstand hervorragend sei. „Jedoch sind sie beim Material an ihre Grenzen gekommen sind, weswegen Schläuche aus dem östlichen Landkreis geliehen wurden.“

Stellvertretender Kommandant Christian Lehner informierte die Versammlung über die Constantia-Werksfeuerwehr. Das abgelaufene Jahr sei ruhig gewesen, es gab einen gemeinsamen Einsatz. Er erwähnte, dass die Brandmeldeanlagenalarme in der neuen Halle durch abgefahrene Sprinkler verursacht wurden. Die Gabelstaplerfahrer hätten bei der Arbeit keine Sicht auf die Sprinkler.

Ehrenvorstand Georg Stahl dankte und erinnerte, dass die Feuerwehr Pirk nun in das 137. Gründungsjahr gehe. Sie habe als Schutz- und Hilfsorganisation hervorragende Arbeit geleistet. Dabei schloss er auch die vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit mit ein.

Info:

Ehrungen

Für 50 Jahre Treue wurden Johann Auer, Konrad Bayerl, Georg Gradl, Ludwig Kastl, Josef Kick, Karl Kick, Gerhard Meier, Alois Meindl, Johann Pregler, Max Reil, Willi Römisch, Erwin Rothmaier, Josef Voit, Georg Wild und Udo Wunsch geehrt. 40 Jahre sind Johann Hagn, Manfred Kummer, Josef Linsmeier und Roland Östreicher dabei. Für 25 Jahre erhielten Udo Bezold, Thomas Koller, Stefan Hierold und Ludwig Kagerer die Urkunde. (zer)

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