12.11.2018 - 10:16 Uhr
PirkOberpfalz

Zum Unterricht blasen

16 Schüler sollen Blasinstrumente lernen und zusammen als Gruppe musizieren. Die Pirker Josef-Faltenbacher-Schule stellt ein im Landkreis einzigartiges Projekt vor - dafür gibt es reichlich Unterstützung.

4000 Euro sollen die Bläserklasse in Prik bei der Anschaffung weiterer Instrumente unterstützen.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Das neue Schuljahr läuft noch nicht lange. Die Josef-Faltenbacher-Schule ist stolz auf ihr neues "Highlight", die Bläserklasse. Zusammen mit Musikklassenleiterin Kerstin Kiener stellte Schulleiterin Claudia Piehler das Projekt der fünften Jahrgangsstufe vor. Erste Fortschritte können die 16 jungen Musiker bereits vorweisen. Fünf-Tonleitern und erste kurze Melodien gehören schon zum Repertoire der Bläsergruppe. "Nach anfänglicher Skepsis haben die Schüler schnell festgestellt, dass Blasmusik schöner ist als Matheunterricht", scherzte Kiener.

Ziel ist es, dass alle Mädchen und Buben der fünften Klasse ein Musikinstrument im Unterricht lernen. In drei Gruppen geben Kerstin Kiener, Heike Schieder und Daniela Ermer zusätzlich zu den wöchentlich zwei regulären Musikstunden Praxisunterricht. "Die Musik bietet den Kindern die einzigartige Möglichkeit, soziale, persönliche und schulische Kompetenzen zu erweitern", erklärte Rektorin Piehler.

Sie sagte, es bedürfe gewisser Faktoren, um eine solche Bläserklasse überhaupt auf die Beine stellen zu können. Die Pirker Blaskapelle habe beispielsweise von Anfang an ihr Interesse bekundigt und Unterstützung zugesichert. Natürlich sei auch Geld erforderlich gewesen, um die Instrumente für die Kinder anzuschaffen. Unterstützung aus dieser Richtung kam von Seiten der Aktion "klasse.im.puls", einem Projekt des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie von der Sparkasse und dem Bayernwerk.

Wolfgang Pfeiffer von der Friedrich-Alexander-Universität-Nürnberg-Erlangen lobte Kiener für ihr Engagement. Der Musikunterricht sei nicht abstrakt, in der Praxis würden die Kinder auch an die Theorie herangeführt. Es solle so viel Platz für Musik an Schulen wie irgend möglich entstehen. Damit die jungen Musiker weiter bei der Sache bleiben, überreichten Landrat Andreas Meier und Josef Pflaum von der Sparkasse jeweils einen Scheck über 2000 Euro. "Das Musizieren ist etwas schönes. Macht nicht den Fehler und hört zu früh wieder auf damit", versuchte Meier die Schüler zu motivieren. "Bleibt dran!"

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