Update 10.06.2018 - 16:38 Uhr
Pittersberg bei EbermannsdorfOberpfalz

Nasse Füße in Pittersberg

Und wieder hat Starkregen Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Diesmal war vor allem der südliche Landkreis Amberg-Sulzbach betroffen.

Am Samstag gegen 15 Uhr ging es los: Während es beim AZ-Leserfest in Amberg einigermaßen brav vor sich hinregnete, ging nicht weit entfernt in Pittersberg (Gemeinde Ebermannsdorf) ein Wolkenbruch nieder. In kurzer Zeit liefen Keller voll und waren Straßen überflutet. Am augenscheinlichsten war die Situation bei der Unterführung an der Bundesstraße 85. Sie war zeitweise nicht mehr passierbar.

(upl) Am Samstag gegen 15 Uhr ging es los: Während es beim AZ-Leserfest in Amberg einigermaßen brav vor sich hinregnete, ging nicht weit entfernt in Pittersberg (Gemeinde Ebermannsdorf) ein Wolkenbruch nieder. In kurzer Zeit liefen Keller voll und waren Straßen überflutet. Am dramatischsten war die Situation bei der Unterführung an der B 85. Sie war zeitweise nicht mehr passierbar. Ein Auto blieb in der vollgelaufenen Unterführung stecken, die Feuerwehr holte einen Traktor, um den Wagen aus dem Wasser zu ziehen.
Kurz vor 15 Uhr wurde aus Ipflheim der erste vollgelaufene Keller gemeldet. Um 15.15 Uhr schrillten in Wolfsbach die Sirenen: Straße überflutet. Ähnliche Meldungen gingen dann aus Rieden, Ensdorf, Ursensollen und Kastl ein. In Allmannsfeld bei Kastl stand das Wasser in einem Wohnhaus kniehoch im Keller. Auf einem benachbarten Bauernhof lief durch das Regenwasser die Güllegrube über. Die Feuerwehren der betroffenen Dörfer waren stundenlang im Einsatz.
Die Lage war jedoch nicht so gravierend wie am Fronleichnamstag in Hirschau. Dort waren nach einem Unwetter am Abend binnen dreier Stunden mehr als 150 Einsätze zu verzeichnen. Allerdings hatte es an Fronleichnam ja auch zusätzlich Ebermannsdorf, Theuern und Lengenfeld getroffen.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz zog gegen 20 Uhr eine Bilanz des Einsatzgeschehens für den gesamten Regierungsbezirk. Demnach gingen zwischen Regensburg und Marktredwitz zwischen 14 und 18 Uhr knapp 50 unwetterbedingte Notrufe ein. "Der Großteil der Einsätze bezog sich auf vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und ausgehobene Gullydeckel. Vereinzelt gab es auch Behinderungen durch herabfallende Äste oder umgestürzte Bäume", hieß es im Polizeibericht.
Aquaplaning war die Ursache für zehn Verkehrsunfälle auf den Bundesautobahnen A 3, A 6 und A 93 in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Regensburg und Schwandorf. Die Fahrer der betroffenen Fahrzeuge waren meist wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern geraten und in die Schutzplanke geprallt oder von der Fahrbahn abgekommen. Insgesamt wurden dabei drei Personen leicht verletzt.
"Außer bei den Verkehrsunfällen wurden bei dem Unwetter nach derzeitigem Kenntnisstand keine Personen verletzt. Die Höhe der entstandenen Sachschäden kann momentan noch nicht beziffert werden", teilte die Polizei mit.

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