Retten ohne Kabel und Schläuche

Eine große, langfristig angelegte Investition leistete sich die Gemeinde Ebermannsdorf dieser Tage zugunsten der Feuerwehr Pittersberg. Alle sind sich einig: Ein starkes Gerät.

Die Aktiven der Feuerwehr freuen sich zusammen mit dem Rathauschef über das neue Rettungsgerät in Akku-Ausführung. Von links: Gerätewart Andreas Wirth, Bürgermeister Josef Gilch, Kommandant Hubert Huger, Zweiter Vorsitzender Gerhard Büchold, Atemschutzbeauftragter Matthias Wirth, Zweiter Kommandant Thomas Fasoldt und Johannes Dachs von der Firma Kilian.
von Autor GMProfil

Eine optimale Ausrüstung ist für die Feuerwehrleute bei der Rettung von Menschenleben bei Unfällen unabdingbar. Die aktiven Frauen und Männer der Pittersberger Wehr sind für die zuständige integrierte Leitstelle in Amberg wichtige Einsätzkräfte bei leichten oder auch schweren Karambolagen – zum Beispiel entlang der vorbeiführenden Bundesstraße 85. Deshalb erhielten die Pittersberger Aktiven einen komplett neuen Rettungssatz mit Schere, Spreitzer sowie den beiden Zylindern (klein und groß) in modernster, unabhängiger Akku-Ausführung.

Die Aktiven können also künftig viel einfacher und damit bei Unfällen sicher auch schneller sowie effektiver reagieren. Die gewonnene Zeit kommt dem verunfallten Menschen zu gute, sind sich die Verantwortlichen sicher. Das Feuerwehrfahrzeug ist als Stromlieferant für Rettungsschere und -spreitzer etc. nicht mehr erforderlich. Die Gemeinde hat dafür rund 29 000 Euro in die Hand genommen, abzüglich der günstigen Förderung durch das Land Bayern.

Die Freude bei der Wehr ist daher groß, die Unterstützung durch die Kommune und den Gemeinderat lobten insbesondere die beiden Kommandanten Hubert Huger sowie Thomas Fasoldt. Die Arbeit der Wehr bei quasi Einsatzbereitschaft rund um die Uhr werde vom Bürgermeister samt Rat geschätzt, hieß es.

Hersteller des Geräts ist die Firma Weber. Geliefert hat das Gerät Johannes Dachs, Monteur der Zwiesler Firma Kilian. Er übergab die sprichwörtlich ganz schön schwere Ausrüstung auf der Pittersberger Vereinshöhe der Feuerwehr. Die Wehr weiß um ihre Verantwortung bezüglich Gerät sowie Mensch und will ihrer Aufgabe, so Kommandant Hubert Huger, auch weiterhin umfassend gerecht werden. Die neue Rettungsschere hat zum Beispiel gut 100 Tonnen-Schneidleistung. "Unsere Leute", so Hubert Huger und Thomas Fasoldt weiter, "sind jetzt an der Unfallstelle enorm flexibel. Die Arbeit ist ab sofort ohne Schläuche und Kabel zum Einsatzfahrzeug möglich." Bürgermeister Josef Gilch lobte die Feuerwehr für ihre Arbeit und den Gemeinderat für seine konstruktive Entscheidung.

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