11.01.2019 - 12:36 Uhr
Pleußen bei MitterteichOberpfalz

Neuer Rekord an Einsätzen

36 Mal musste die Feuerwehr Pleußen 2018 ausrücken, so oft wie noch nie. Nicht mehr dabei ist künftig Hermann Haberkorn, der nach 47 Jahren aus dem Dienst ausscheidet.

Nach 47 Jahren scheidet Hermann Haberkorn (Zweiter von links) aus dem aktiven Dienst bei der Feuerwehr Pleußen aus. Für das jahrzehntelange Engagement danken Kommandant Wolfgang Haberkorn (links) sowie Vorsitzender Markus Fischer und 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier (von rechts).
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Hermann Haberkorn gehörte seit 1971 zur aktiven Truppe. Er hat die Ausbildung zum Maschinisten und den Lehrgang Sprechfunker besucht, von 1979 bis 1998 legte er alle Stufen des Leistungsabzeichens Wasser ab. Von 2000 bis 2017 war Haberkorn Beisitzer im Vorstand, bis zuletzt war er auch "inoffizieller Chefmaschinist". "Vieles wäre ohne seine Bemühungen heute nicht Bestandteil unserer Ausrüstung", betonte der Kommandant in seiner Laudatio. Mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres wurde Hermann Haberkorn in den "Feuerwehr-Ruhestand" verabschiedet.

35 Aktive

Aktuell kann die Wehr auf 35 Aktive zählen, wie Wolfgang Haberkorn informierte. Darunter sind auch zwei Damen. Erfreulich sei, dass neben den Quereinsteigern Barbara König und Manuel Zeis auch fünf Jugendliche aufgenommen werden konnten. "Damit haben wir mit sechs Jugendlichen endlich wieder eine starke Jugendfeuerwehr", so Haberkorn. Die Entwicklung im Ort, unter anderem der Zuzug junger Familien, lasse positiv in die Zukunft blicken. Mit Joachim Gradl und Tobias Thoma seien die Positionen in der Jugendarbeit bestmöglich besetzt. Eine hervorragende Jugendarbeit sei auch durch das freundschaftliche Verhältnis zur Feuerwehr Mitterteich möglich.

Die Zahl der Einsätze hat sich laut Haberkorn zum dritten Mal in Folge erhöht - diesmal von 21 auf 36. Sprunghaft gestiegen sei die Zahl der Unwettereinsätze. Allein 18 Einsätze waren wegen Wasser in Gebäuden erforderlich. Jeweils bei dichtem Schneetreiben sei die Truppe bei Verkehrsunfällen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Januar gefordert gewesen. In der Bilanz stehen neben einem weiteren Unfall unter anderem auch drei Brandeinsätze, das Einrichten eines Hubschrauberlandeplatzes, eine dringende Wohnungstüröffnung und vier Wespennest-Beseitigungen.

Suche nach Lösung

Bei einer Besichtigung des Gerätehauses und der Ausrüstung durch die Kreisführungsdienstgrade sei erneut bemängelt worden, dass durch die vorhandene Stellplatzsituation geltende Normen nicht eingehalten werden könnten. "Ohne eine bauliche Maßnahme ist ein geregelter Feuerwehrdienst nachhaltig nur schwer vorstellbar", sagte Wolfgang Haberkorn. In Zusammenarbeit mit der Stadt Mitterteich arbeite man weiter an der Problemlösung. Derzeit werden die Kosten für unterschiedliche Varianten ermittelt. Ausrüstung und Gerätschaften seien dank guter Pflege durch Gerätewart Tobias Gradl ständig in einsatzbereitem Zustand.

Der Kommandant verwies weiter auf das Übungs- und Unterrichtsprogramm, darunter eine Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr Kondrau und eine Übung im Rahmen der Brandschutzwoche mit den Feuerwehren Pechofen und Großensterz in der Müllumladestation in Steinmühle. Wolfgang Haberkorn dankte für den starken Besuch der Übungen, mindestens 15 Aktive waren jeweils anwesend. Bezüglich der erworbenen Abzeichen und absolvierten Lehrgänge merkte Haberkorn an, dass mit fünf neuen Maschinisten der Bedarf für die nächsten Jahre abgedeckt sei. Verbessert habe man auch wieder die Ausrüstung der Aktiven. Dankesworte richtete der Kommandant am Ende an alle, die sich bei der Wehr engagieren und diese unterstützen, wobei er besonders seinen Stellvertreter Matthias Kastl hervorhob.

Jugendwart Joachim Gradl berichtete, dass mit den fünf Neuzugängen eine fast zweijährige Durststrecke zu Ende sei. Auch gehöre mit Simone Eckert erstmals ein Mädchen zur Nachwuchsgruppe. Absolviert wurden fünf Jugendübungen in Pleußen und zwölf Übungen mit der Stützpunktfeuerwehr Mitterteich. Weiter verwies Gradl auf den Erwerb von Abzeichen und den alljährlichen Wissenstest in Mitterteich.

2. Bürgermeister Stefan Grillmeier dankte der Pleußener Wehr für die Einsatzbereitschaft und das Engagement im gesellschaftlichen Bereich. Besonders würdigte er die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Mitterteich. Kein Zweifel bestehe daran, dass sich an der Gerätehaus-Situation etwas ändern müsse, so Grillmeier. Nach einer Aufstellung von Kosten und anderen Aspekten für die beiden Varianten Renovierung und Neubau durch die Wehr werde sich der Stadtrat im Frühjahr weiter mit der Angelegenheit beschäftigen.

Information:

Hallenfest am 11. Mai

Von gut besuchten Veranstaltungen berichtete bei der Jahresversammlung Vorsitzender Markus Fischer. Erstmals sei der Maibaum auch verlost worden, was großen Anklang gefunden habe. Ein Erfolg sei wieder das Hallenfest geworden. Für die erneute Auflage der Veranstaltung am 11. Mai 2019 konnte wiederum die Band „Bassd scho“ verpflichtet werden. Angefragt habe man auch wieder bei den „Schwarzenbacher Schenkelzinterern“. Zum Jahresabschlussfest ging es nach Kopanina in Tschechien. Auch Fischer dankte allen Helfern und Gönnern der Wehr für ihre Unterstützung.

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