Schon seit einigen Jahren gibt es auch in Pleußen das Brauchtum mit der Specht, das auch heuer wieder gepflegt wurde. Eingekleidet mit Schild und Stroh stürmten die drei Spechte gestikulierend und wild schreiend kurz nach 12.30 Uhr den Dorfanger, wo sich bereits viele Menschen mit Kindern versammelt hatten.
Die „wilden Spechte“ agierten durchaus aggressiv, besonders bei den Halbstarken verursachten sie Schrecken. Ängstlich dagegen die Kinder, die zumeist in Begleitung ihrer Eltern alte Brotreste mitgebracht hatten, die sie nun ins Körbchen der Spechte warfen, ehe sie mit Süßigkeiten belohnt wurden.
Schnell war es mit der Beschaulichkeit vorbei, als die Spechte junge Burschen und auch Mädchen entdeckten, die meinten, diese ärgern zu können. So manche Jagd begann, bis die Spechte ihr „Opfer“ dingfest gemacht hatten. Derweil genossen die älteren Besucher das knapp 30-minütige Schauspiel mit Glühwein und Punsch, den die Dorfgemeinschaft bereitstellte. Ehe sich die Kinder wieder beruhigt hatten, waren die Spechte so schnell wie sie gekommen waren auch schon wieder verschwunden.



















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