14.11.2019 - 10:55 Uhr
PleysteinOberpfalz

25 und 40 Jahre im Dienst der Allgemeinheit

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger zeichnet in Pleystein sieben Männer mit Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und Gold aus. Damit würdigt sie den selbstlosen Einsatz aller Feuerwehrleute.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger (Zweite von links), Bürgermeister Rainer Rewitzer (links) und Kreisbrandrat Marco Saller (Zweiter von rechts) wissen das selbstlose Engagement der Feuerwehrleute zu schätzen.
von Josef PilfusekProfil

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger, Bürgermeister Rainer Rewitzer und Kreisbrandrat Marco Saller wissen Engagement und Vielseitigkeit der Feuerwehrleute zu schätzen. In der Feierstunde zur Verleihung von Feuerwehr-Ehrenzeichen am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses haben sie die herausragenden Leistungen mehrfach unterstrichen.

Rewitzer ist sich der kommunalen Pflichtaufgabe bewusst. Und so sagte er, „dass die Stadt das Rüstzeug gerne zur Verfügung stellt“. Schließlich seien Brandschutz und sonstige Hilfeleistungen bei den Feuerwehren in besten Händen. „Wir können uns auf euch verlassen“, stellte das Stadtoberhaupt fest. „Wenn die Sirene heult oder der Funkwecker tönt, seid ihr zur Stelle. Es ist gut zu wissen, dass es euch gibt.“

Laut Rewitzer gibt es im Stadtgebiet seit etwas über 150 Jahren die Feuerwehr. „Und seit dieser Zeit hat sich enorm viel geändert“, ging er auf den Wandel ein. „Die Brandeinsätze sind Gott sei Dank zurückgegangen, aber die technischen Hilfeleistungen haben zugenommen und sind vielseitiger geworden“, beschrieb er die anspruchsvollen Aufgaben, etwa bei Unfällen auf der A 6. Zusammenfassend sprach der Bürgermeister allen Feuerwehrleuten ein dickes Lob aus, als er sagte: „Wir zählen auf euch, wir brauchen euch.“

Margit Kirzinger weiß ebenfalls die Einsatzbereitschaft der Frauen und Männer in den Feuerwehren zu schätzen. „Ihr alle kennt das, euer Pulsschlag wird schneller, ihr seid schlagartig hellwach, hört das Aufheulen der Sirenen und das durchdringende Piepsen des Funkweckers: Einsatz für die Feuerwehr!“ Mit dieser Aussage unterstrich die stellvertretende Landrätin die freiwillige Verantwortung der Feuerwehrleute für in Not geratene Mitmenschen und fand: „Ihr engagiert euch doppelt, im Beruf und ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr.“ Ihren Aussagen zufolge sind das im Landkreis Neustadt/WN in 118 Feuerwehren rund 4800 Aktive.

Für Kirzinger sind die Feuerwehrleute ein Beispiel für uneigennütziges ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Allgemeinheit. „Ihr alle opfert einen großen Teil eurer Freizeit, um Menschen in Not und Gefahr zu helfen“, anerkannte die Kommunalpolitikerin. „Kurz gesagt: Ihr seid immer da, wenn wir euch brauchen, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr – und das alles unter Zurückstellung persönlicher Interessen.“ Umso mehr bedauerte sie, „dass ihr von denen, die eure Hilfe benötigen, nicht immer ein Dankeschön erhaltet. Im Gegenteil, ihr müsst euch noch mit Anfeindungen auseinandersetzen.“

Kirzinger sprach deshalb – auch im Hinblick auf das Engagement in den Feuerwehrvereinen – von einer „Lebensleistung für das Allgemeinwohl“ und zollte für den selbstlosen Einsatz höchsten Respekt. Dank sagte sie dabei der Stadt Pleystein, „die – unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung – den Feuerwehren eine moderne technische und persönliche Ausstattung zur Hand gibt“.

Laut Marco Saller bestehen die Einsätze inzwischen aus zwei Dritteln technischer Hilfeleistungen. „Wir müssen uns immer wieder weiterbilden“, unterstrich der Kreisbrandrat die Bedeutung von Aus- und Fortbildung und bezeichnete die Feuerwehren als „alternativloses Hilfsleistungswerk“. Wie Kirzinger nannte er die Familien als „tragende Säulen“ und hob auch die Arbeitgeber hervor.

Ein absolutes „No-Go“ ist für Saller das Phänomen "Gewalt gegen Einsatzkräfte“. In Bezug auf den Beschluss der Bundesregierung am Mittwoch, gegen sogenannte „Gaffer“ hohe Geldbußen oder gar Freiheitsstrafen zu verhängen, sprach er auch von derartigen Fällen im Landkreis.

Feuerwehr-Ehrenzeichen:

Zusammen mit dem Kreisbrandrat sowie Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Matthias Schmidt zeichnete die stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber aus: Christian Riedl (Feuerwehr Burkhardsrieth) und Martin Puff (Lohma). Bereits seit 40 Jahren stehen Fritz Kick, Josef Ulrich jun. (Lohma), Josef Krug (Vöslesrieth), Xaver Gallitzendörfer jun. und Heinrich Hartwig (Pleystein) in der Verantwortung. Sie freuten sich über das Ehrenzeichen in Gold.

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