21.02.2020 - 16:49 Uhr
PleysteinOberpfalz

Angst um Jobs bei Leistritz in Pleystein

Mitarbeiter der Leistritz-Gruppe in Pleystein blicken dieser Tage einer ungewissen Zukunft entgegen. Laut Informationen der IG-Metall (IGM) plant die Geschäftsführung dort um die 20 Mitarbeiter zu entlassen.

Die Leistritz-Gruppe will wegen schwindender Aufträge angeblich um die 20 Mitarbeiter entlassen. Rund 330 Menschen arbeiten in dem Werk in Pleystein.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Wie Oberpfalz-Medien von IGM Fachsekretärin Sabrina Feige erfahren hat, könnten beim Maschinenbauer Leistritz in Pleystein (Kreis Neustadt) bald einige Beschäftigte ihren Job verlieren. Entgegen einem kursierenden Gerücht, demnach das Unternehmen 100 Männern und Frauen kündigen möchte, handelt es sich laut IGM konkret um nur 20 Arbeitsplätze. "Die Geschäftsführung fängt jetzt an, darüber nachzudenken, Kündigungen auszusprechen", sagt Feige. Die Gewerkschaft könne das nur bedingt nachvollziehen. "Es ist schon so, dass vor allem im Maschinenbau-Sektor momentan ein gewisser Einbruch da ist", erklärt Feige. Derzeit habe die Firma aber nach wie vor Aufträge, die in Pleystein abgebaut würden. "Außerdem ist sie meines Wissens nach drauf und dran neue Aufträge zu generieren." Die Gewerkschafterin schätzt die Lage vor Ort so ein, dass es bei der Firma noch genügend Arbeit gebe, um niemanden entlassen zu müssen. Die IGM-Vertreter glauben zudem, dass es durchaus Alternativen zu den Entlassungen gebe. "Man könnte die Auftragsdelle damit ausgleichen, indem man die Arbeitszeitkonten, die dort existieren, abbaut", sagt Feige. Doch die Fronten im Gespräch mit der Geschäftsführung seien verhärtet. Es gebe verschiedene Auffassungen, wie das Problem gelöst werden könnte. Feige zufolge will die Geschäftsführung von ihren Plänen nicht abweichen, Kündigungen auszusprechen. Dabei könnte laut IGM der Auftragseinbruch letztlich auch mit der Einführung von Kurzarbeit abgefedert werden. Bisher hat Oberpfalz-Medien trotz Anfrage an Leistritz noch keine Stellungnahme des Unternehmens in Bezug auf die Kündigungen erhalten.

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