"Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr grüner, und der Beitrag der erneuerbaren Energien wächst beständig. Im Jahr 2018 haben die erneuerbaren Energiequellen bereits 38 Prozent zur Bruttostromerzeugung, also der insgesamt in Deutschland erzeugten Strommenge beigetragen. Die EnergiePlattform, gegründet in 2002, hat sich sehr früh mit dem Thema 'Förderung alternativer Energiequellen' beschäftigt und hat damit einen Erfolgsweg eingeschlagen", so Geschäftsführer Hubert Burger bei der Eröffnung der Generalversammlung der Energieplattform e. V. am Freitag bei "Zoigl-Voit". Er und sein Managerkollege Hans Helgert warteten mit aufschlussreichen Bilanzen auf. Die Mitglieder sowie die Gesellschafter der „Sonnenstrom Pleystein GdbR“ und der „Sonnenstrom Waidhaus GdbR“ waren mit dem unterbreiteten Zahlenmaterial rundum zufrieden. „Der gute Besuch zeigt, dass das Interesse am Umweltschutz und an den alternativen Energien ungebrochen ist“, so Burger. "Nicht voran kommt in Deutschland die erneuerbare Energie im Verkehr, die Elektromobilität. Hier wurde der Anschluss verpasst", monierte er.
Er erinnerte an die Aktivitäten der EnergiePlattform seit Jahresfrist. Zum Betriebsjahr 2018 der Sonnenstrom Pleystein sagte Burger als deren Geschäftsführer, dass das Vorzeigeprojekt auf dem Sporthallendach mit 224 Kollektoren auf 284 Quadratmetern Fläche und einer Leistung von 35,6 Kilowatt peak (kWp) nach wie vor voll den Erwartungen entspreche. Die Pilot-Anlage am Ortseingang arbeite seit dem Start in 2003 vorzüglich. In den vergangenen zwölf Monaten seien 31.771 kWh sauberer Sonnenstrom in das Netz der Eon eingespeist worden. Die Bayernwerke hätten auf das Konto der Sonnenstrom Pleystein 12.517,43 Euro netto überwiesen.
Seit Inbetriebnahme vor 16 Jahren seien 468.302 kWh erzeugt und eingespeist worden. Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag sowie der zugrunde liegenden Modellrechnung werde das erwirtschaftete Ergebnis 2018 als Ertragsausschüttung ausbezahlt werden. Im Vorjahr hätten Instandhaltungskosten in Höhe von 6643,33 Euro und Abscheibungen mit 7795,60 Euro zu einem steuerlichen Minusergebnis von 3796,17 Euro geführt. Bei 315 Anteilen und aktuell 66 Gesellschaftern ergebe sich eine Ausschüttungsrate von 22,27 Euro pro Anteil einschließlich 25 Euro Tilgung. Dies entspreche einer Minusrendite von 1,82, bezogen auf den Anteilswert von 500 Euro abzüglich bereits geleisteter Tilgungen.
Dieses Resultat sei unter anderem auf den hohen Instandhaltungsaufwand zurückzuführen. Zwei Wechselrichter mussten getauscht werden, Module seien erneuert und due Fernüberwachung neu eingebaut worden. Zuführungen aus den Rücklagen seien entsprechend durchgeführt worden. Nichtsdestotrotz habe seit der Inberiebnahme der Anlage in 2003 die durchschnittliche jährliche Zahlung je Anteil 37,19 Euro betragen, was einer Rendite von 7,43 Euro entspreche. „Wir befinden uns trotz allem weiter auf einem erfolgreichen Weg. Die Erwartungen wurden bislang mehr als erfüllt. Ein dickes Lob verdienen nicht zuletzt unsere Webmaster Peter Friedl und Volker Schemberg, die unsere Homepage auf dem aktuellsten Stand halten. Die Zugriffe auf diese toll aufgemachten Internetseiten über Bayern hinaus steigern sich weiter“.
Nach dem finanziellen Rechenschaftsbericht von Schatzmeister Norbert Griesbacher zollte Revisor Hans Müllhofer dem Hauptkassier und den anderen Funktionären vom Führungsteam ein dickes Lob.
Für die am 21. Januar 2005 ins Leben gerufene Sonnenstrom Waidhaus GdbR stellte geschäftsführender Gesellschafter Hans Helgert die Abrechnung 2018 vor und gab einen ausführlichen Überblick über die 14 Jahre seit Beginn der Inbetriebnahme. "Das Waidhauser Sonnenwerk mit einer Anlagengröße von 38,95 kWp auf der Grundschule sowie auf der Pfarrscheune arbeitete auch im Vorjahr hervorragend. So können an die Gesellschafter heuer pro Anteil 42,21 Euro einschließlich 25 Euro Tilgung ausgeschüttet werden. Insgesamt seien 40.181 kwh Strom eingespeist und seit der Inbetriebnahme 481.099 kWh Strom erzeugt und somit etwa 312.714 Kilogramm Kohlenstoffdioxid eingespart worden.
Die Investitionen der Bürger in ein solches Projekt würden sich also nicht nur umweltschutzmäßig, sondern auch steuerlich rentieren. Die EnergiePlattform habe nach wie vor ihre Daseinsberechtigung und habe sich weiterentwickelt. "Politik und Wirtschaft müssen noch nachhaltiger Hand und Hand gehen, um den Energiemix weiter voranzubringen. Es gibt zur Umwandlung der Energieversorgnung von fossilen auf regenerative Brennstoffe keine Alternative. Schaut auf eure Dächer und installiert PV-Anlagen. Auch die Investition in eine eigene Solarstromanlage macht nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich Sinn. Momentan können mit der eigenen Photovoltaikanlage Investitionsrenditen zwischen vier und sieben Prozent erzielt werden, da die Stromkostenersparnis die Anschaffungkosten deutlich übersteigt.", schloss Helgert.
Die Neuwahlen ergaben keine Änderung im engeren Führungsteam: Vorsitzender wurde wieder Hubert Burger, und als sein Stellvertreter wurde Hans Helgert bestätigt. Die Kasse verwaltet weiterhin Norbert Griesbacher, und als Schriftführer fungiert wie gehabt Volker Schemberg. Die Kasse prüfen Hans Müllhofer und Renate Helgert. Als Beisitzer erhielten Herbert Stahl, Peter Friedl sowie Joachim Strigl das Vertrauen der Stimmberechtigten.












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