24.01.2020 - 11:47 Uhr
PleysteinOberpfalz

Bodenplatten bereiten Probleme

Von Kreuzbergkloster über den Vollausbau in die Jahre gekommener Ortsstraßen oder die Anlegung eines Gehwegs auf mittlerweile überbautem städtischen Grund: Der Pleysteiner Bauausschuss hat in seiner Sitzung einiges zu tun.

Der Plattenbelag auf dem Eingangspodest zum Kloster ist wasserdurchlässig geworden. Die Folge: Das Fundament drückt nach außen. Jetzt sollen die Fugen wieder richtig verdichtet werden. Eine Sanierung von Grund auf wäre ein Fass ohne Boden, heißt es im Bauausschuss.
von Walter BeyerleinProfil

Bei mehreren Ortsbesichtigungen verschafften sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in der Sitzung am Donnerstagnachmittag die Entscheidungsgrundlagen. Im Innenhof des Kreuzbergklosters, dessen Renovierung in der Zuständigkeit der Stadt liegt, zeigte sich der Erfolg der Arbeiten. Der Zugang zur neuen Toilette wird dank eines Hinweisschilds am Außentor sichtbar gemacht. Notwendig ist noch, die Zugangstür technisch so auszustatten, dass sie nach dem Betreten automatisch schließt.

Der Fliesenbelag auf dem Eingangspodest zum Kloster lässt wegen des Alters und der Beschaffenheit das Niederschlagswasser nach unten versickern. „Das Podest von Grund auf erneuern, wäre ein Fass ohne Boden“, meinte Bauamtsleiter Uli Rupprecht. Einstimmig beschloss der Ausschuss, den Plattenbelag neu zu fugen, um ein Eindringen von Nässe zu vermeiden. An der Frontseite des Podests soll loses Material entfernt und die Lücken verfüllt werden.

Problematisch ist die Sanierung der Mauer bis zur Sakristei entlang des Wegs zum Haupteingang. Nun soll ein neues Angebot eingeholt werden. Weil aber die Außenwand der Sakristei sehr schlecht ist, für den ordnungsgemäßen Zustand aber die Kirchenverwaltung zuständig ist, soll in einem Gespräch deren Bereitschaft zur Zusammenarbeit geklärt werden. Auf Bitte von Stefan Voit soll mit der beauftragen Firma als Zeitpunkt der Beendigung der Arbeiten das Herbstbergfest festgelegt werden.

Die bereits 2019 erfolgte Sanierung von Gehwegen im städtischen Friedhof soll je nach Wetterlage nach Ostern fortgesetzt werden. Das Dorfgemeinschaftshaus Miesbrunn könnte an das dortige, privat betriebene Nahwärmenetz angeschlossen werden. Bürgermeister Rainer Rewitzer nannte den kürzlichen Ausfall des Holzofens im Dorfgemeinschaftshaus den Ausgangspunkt für derartige Überlegungen. Laut Rewitzer stünde die Wärme ganzjährig zur Verfügung, was auch dem Gebäude selbst „gut tun würde“. Das Stadtoberhaupt schlug vor, beim Amt für Ländliche Entwicklung anzufragen, ob die energetische Umrüstung bezuschusst wird.

Hans Sax machte deutlich, dass bei Umstellung der Heizung in jedem Fall das Dachgeschoss wärmegedämmt werden müsse. Voit fragte nach dem Kostenträger für die Verlegung der Versorgungsleitung vom Energiebauern bis zum Dorfgemeinschaftshaus. Eine Antwort darauf hatte niemand parat. Herbert Stahl wollte wissen, wie groß das Interesse der dort ansässigen Vereine an der Umstellung sei und mit welchen Kosten die Vereine zu rechnen hätten. Geschäftsleiter Günter Gschwindler verwies auf die Gepflogenheiten beim Dorfgemeinschaftshaus Burkhardsrieth. Dort errechne ein Unternehmen die zu verteilenden Energiekosten, die von den in diesem Gebäude beheimateten Vereinen übernommen werden. „Probleme hat es da bisher nicht gegeben“, lautete das Fazit von Geschäftsleiter Günter Gsschwindler. Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Förderfähigkeit der Heizungsumstellung abzuklären, die beteiligten Miesbrunner Vereine mit ins Boot zu holen, ebenso wie den Betreiber der Energieanlage. Dann soll der Stadtrat die Entscheidung treffen.

Am Finkenhammerweg zwischen Augustinerstraße in Richtung Einmündung Bartlmühlweg/Stadtgraben Nord/Ost wird kein Gehweg errichtet. Der Bau- und Umweltausschuss lehnte einstimmig einen Antrag ab. Bei der Ortsbesichtigung zeigte sich, dass ein Grundstückseigentümer einen Streifen städtischen Grundstücks bepflanzt hat. Unmittelbar vor Ort zeigte sich, dass für die Anlegung des Gehwegs offensichtlich bereits in Vorzeiten durch entsprechende Rücknahme von Einfriedungen der notwendige Platz geschaffen worden war.

Es zeigte sich aber auch, dass in dieser Straße die Anlegung eines Gehwegs auf der anderen Straßenseite möglich wäre. Bei der Frage von Bürgermeister Rewitzer an das Gremium, wer sich für einen Gehwegneubau ausspricht, blieben die Hände unten, so dass der Antrag abgelehnt war.

Die Einfriedung (halblinks im Bild) deutet die Grundstücksgrenze an. Entlang des Zaunes und dann über das unbebaute Grundstück könnte der beantragte Gehweg geführt werden. Der Bauausschuss hat dem Antrag auf Errichtung des Gehweges eine klare Absage erteilt.
Weitere Themen in der Sitzung:

Die Stadt wird Zug um Zug in ihren Ortsteilen sogenannte Ortsinformationstafeln mit Vorwegweisern und Spurlenkertafeln aufstellen. Die nächste Tafel ist für Miesbrunn vorgesehen. Daraufhin einigte sich der Bau- und Umweltausschuss einstimmig. Die bisher bei der vergleichbaren Tafel in Vöslesrieth gewonnenen Erfahrungen hinsichtlich Größe der Schriften oder auch farbliche Differenzen sollen berücksichtigt werden. Einstimmig sprach sich das Gremium für die barrierefreie Gestaltung des Nordeingangs der Zottbachtalschulen aus. Die Stufen werden beseitigt. Gleichzeitig wird damit auch die Niederschlagswasserbeseitigung verbessert. Einstimmig hob der Ausschuss einen früheren Beschluss auf, mit dem die Errichtung einer Einfassungsmauer an der kommunalen Grüngutsammelstelle beschlossen worden war. Diese Mauer hat sich für die laufenden Arbeiten des Bauhofs als problematisch dargestellt. Die Ablagefläche wird asphaltiert.

Hangseitig entlang der Vöslesriether Straße in Richtung der Kreisstraße von Pleystein nach Miesbrunn sollen nach Vorstellung von Herbert Stahl Leitplanken für die Verkehrssicherheit sorgen. Bei der Ortsbesichtigung kristallisierte sich eine Strecke von rund 300 Metern heraus, die mit den Leitplanken abgesichert werden solle, ohne dabei die Zufahrt zu landwirtschaftlich genutzten Grundstücken einzuschränken. Bürgermeister Rainer Rewitzer wird sich zusätzlich mit den rechtlichen Vorgaben für die Anlegung von Leitplanken befassen. Bauamtsleiter Uli Rupprecht wird sich dem Wunsch des Ausschusses entsprechend mit dem möglichen Kostenaufwand befassen, so dass der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen über den Antrag zu entscheiden hat.

Der Vorplatz an der Leichenhalle Miesbrunn wird neu gestaltet. Darauf einigte sich der Ausschuss nach vorhergehender Ortsbesichtigung ebenfalls einstimmig.

Rewitzer brachte in der anschließende Sitzung im Rathaussaal das Ergebnis der Besichtigung auf einen Nenner. So werden mit der Umgestaltung mehrere Aspekte berücksichtigt: Der Platz wird barrierefrei, der Wasserlauf, derzeit über offene Rinnen wird einschließlich der Entwässerung des Areals verbessert, die gesamte Fläche wird großzügig und gleichsam vergrößert. Vorteil der Arbeiten für die Mitarbeiter des Bauhofs: Der Winterdienst mit der Räumung des Platzes wird erleichtert. (bey)

Der Vorplatz bei der Leichenhalle Miesbrunn wird barrierefrei gestaltet und gleichzeitig vergrößert. Damit wird auch der Winterdienst erleichtert.
Entlang der Ortsstraße aus Vöslesrieth Richtung Kreisstraße NEW 33 wünscht sich Stadtrat Herbert Stahl hangseitig die Errichtung einer Leitplanke auf einer Länge von rund 300 Meter ohne die Zufahrten zu landwirtschaftlich genutzten Grundstücken zu beeinträchtigen. Jetzt werden die Kosten ermittelt und die rechtlichen Vorgaben für die Aufstellung von Leitplanken überprüft.
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