15.04.2019 - 12:27 Uhr
PleysteinOberpfalz

Erstmals Erste-Hilfe-Kurs plus

Vergiftungen und Bewusstseinsstörungen zu erkennen oder gar einen sich abzeichnenden Herzinfarkt voraussehen? Das lernen 22 Teilnehmer der Kreisbrandinspektion Ost in einem neuen Kurs "Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst".

Kreisbrandmeister Matthias Schmidt, die Lehrgangsleiter Kreisbrandmeister Andreas Götz (vordere Reihe, von link) und Kreisfeuerwehrarzt Rüdiger Hettler (Zweiter von rechts) freuen sich über die positive Resonanz der Kursteilnehmer.
von Walter BeyerleinProfil

In der Kreisbrandinspektion Ost des Landkreises Neustadt/WN war erstmals der Kurs „Qualifizierte Erste Hilfe im Feuerwehrdienst“. Dabei handelte es sich nicht um einen normalen Erste-Hilfe-Kurs. Die Feuerwehren Pleystein, Waidhaus, Moosbach, Burgtreswitz, Döllnitz und Kaimling hatten die Lehrgangsteilnehmer entsandt. Sie mussten als Voraussetzung für die Teilnahme einen bereits abgeleisteten Erste-Hilfe-Kurs nachweisen. Erfinder dieser Weiterbildung sind Kreisfeuerwehrarzt Rüdiger Hettler und Ex-Kreisbrandmeister Markus Kindl.

Hettler ist auch Leitender Notarzt im Landkreis Neustadt/WN und Kommandant der Feuerwehr Altenhammer. Er leitete die zweitägige Schulung und wurde von Rettungsassistenten des Roten Kreuzes und Mitgliedern der Wehren unterstützt, namentlich halfen Stefan Radies, Patrick Jung, Felix Müller, Johannes Windschiegl und Alexandra Kummer. Kreisbrandmeister Andreas Götz aus Waldheim war für die Organisation verantwortlich. Im Unterrichtsraum des Pleysteiner Feuerwehrhauses gab es für 22 Lehrgangsteilnehmer viel praxisbezogene Ausbildung.

Am Freitagabend stand das Vorgehen zum Auffinden einer vermissten Person einschließlich des eigenen Schutzes, im zweiten Teil die Zusammenarbeit zwischen den Wehrmitgliedern und dem Rettungsdienst und Notarzt nach einem Unfall auf dem Programm. In der Schulung ging es auch um Terroranschläge als neue Bedrohungslage, Bewusstseinsstörungen, das Erkennen von Vergiftungen und das Schädel-Hirn-Trauma.

Am Samstag hatten sich die Lehrgangsteilnehmer mit der Helmabnahme bei einem verunfallten Motorradfahrer und Möglichkeiten dessen schonenden Abtransportes zu befassen. Weitere Kursthemen waren die Atemnot, verbunden mit Brustschmerzen bei einer hilfesuchenden Person als Zeichen von Herzinfarkt, verbunden mit der Theorie der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Kursteilnehmer lernten den Beatmungsbeutel und den automatischen externen Defibrilator kennen. Zum Abschluss richtete Kreisbrandmeister Andreas Götz die Bitte an die Lehrgangsteilnehmer, eventuelle Ausbildungswünsche auch an Kreisbrandmeister Matthias Schmidt, Waidhaus, zu richten. Der nächste „Quali“ in Erster Hilfe im östlichen Landkreis Neustadt/WN ist im Herbst 2019.

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