20.05.2019 - 08:41 Uhr
PleysteinOberpfalz

Förderverein legt auch ohne Zuschuss los

Es wird wohl keine finanzielle Förderung für die Generalsanierung des Pleysteiner Freibads geben. Die Verantwortlichen jammern aber nicht, sondern bereiten die Anlage in einem Arbeitseinsatz auf die Saisoneröffnung vor.

Auf der Terrasse des Freibades beginnen die Mitglieder des Freibadfördervereins ihre Arbeiten zur Vorbereitung der Saisoneröffnung am Samstag, 25. Mai. Anschließend werden kleine Gruppen gebildet, die quer übers weiträumige Gelände tätig sind.
von Walter BeyerleinProfil

Der Freibadförderverein bereitet die Freizeiteinrichtung wieder auf den erwarteten Besucheransturm vor. Am Samstag brachten die Mitglieder in Gruppen aufgeteilt zunächst die Terrasse auf Vordermann, beseitigten den Unkrautwuchs zwischen den Steinplatten und reinigten per Hand die Sitzmöbel. Eine andere Gruppe brachte die Sitze in die Nähe der Liegeplätze.

Für den Saisonstart am Samstag, 25. Mai, hoffen die Verantwortlichen nun auf entsprechendes Wetter. Der Blick auf die Stadt ist wieder über die Webcam möglich. Von den Problemen der Stadt zur Finanzierung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen, lassen sich die Mitglieder des Freibadfördervereins mit ihrem Vorsitzenden Stefan Kabitschke nicht anstecken. Bürgermeister Rainer Rewitzer, von Beginn an bei den Reinigungsarbeiten mit dabei, bedauert die negative Entscheidung des Bundesinnenministeriums zu einem Zuschussantrag der Stadt. Mit einem Exposé habe die Stadt die Freizeiteinrichtung in ihrer Gesamtheit bestens vorgestellt und vor allem deren immense Bedeutung für die Region, selbst bis ins Nachbarland Tschechien, hervorgehoben.

Die Stadt habe auch hingewiesen, dass das Freibad eine Magnetwirkung nicht nur für die eigenen Bürger, sondern in Richtung der rundum angrenzenden Kommunen habe, berichtete das Stadtoberhaupt. Rewitzer räumte ein, dass es für die Stadt als Empfängerin von Stabilisierungshilfe nahezu unmöglich sei, eine Sanierung nur mit eigenen Mitteln vorzunehmen. Dafür müssten nach Einschätzung des Stadtoberhauptes rund vier Millionen Euro in die Hand genommen werden. Unabhängig davon werde sich die Stadt auf Landesebene um Fördergelder bemühen, ebenso beim Bezirk Oberpfalz und beim Landkreis Neustadt/WN.

Der Fortbestand des Freibades mit dem vorhandenen, gut arbeitenden Personal sei mit Blick auf hygienische Vorschriften gewährleistet. Der Dank gelte vor allem dem Freibadförderverein und dessen Unternehmenspartnern. Ohne die beiden „Helfer“ würde alles nicht so funktionieren, erklärte der Bürgermeister. Am Mittwoch, 22. Mai, trifft sich im Rathaus die Lenkungsgruppe Freibad, auch "Task Force" genannt, zusammen mit Firmen, um Sanierungspläne auf ihre Durchführbarkeit zu besprechen.

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