24.03.2019 - 12:52 Uhr
PleysteinOberpfalz

"Freizeitzentrum gehört zu Pleystein"

Der Förderverein des Pleysteiner Freizeitzentrums hat im vergangenen Jahr mit der Minigolfanlage einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung der Anlage geleistet. Bürgermeister Rainer Rewitzer spricht in Sachen „Freibadsanierung“ Tacheles.

Das Pleysteiner Freibad soll saniert werden. Die derzeitige Grobplanung sieht vor, das Nichtschwimmerbecken (im Hintergrund rechts) zu verkleinern und auch den Eingangsbereich zu verlegen.
von Walter BeyerleinProfil

Eine momentane Planung als Diskussionsgrundlage liege vor, jetzt warte die Stadt auf die Finanzierungszusagen von Bund und Land, informierte der Rathauschef in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Café Enslein. Wenn alles in geordneten Bahnen verläuft, könnten die Arbeiten zum Ende der Badesaison 2020 beginnen.

Vorsitzender Stefan Kabitschke zog ein positives Resümee des vergangenen Jahres. Zugleich hob er die Bereitschaft der 48 Unternehmenspartner zur Unterstützung hervor. 201 Mitglieder gehören dem Förderverein an, die 5 Vorstandssitzungen waren im Wesentlichen von den Gedanken zum Erhalt der Freizeiteinrichtung geprägt. Entsprechende Absichtserklärungen seien auch von Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat bei einer Sitzung am 31. Januar 2018 abgegeben worden. Damals sei auch die Idee geboren worden, im Freibadgelände einen Minigolfplatz anzulegen. Innerhalb kürzester Zeit sei das Vorhaben realisiert worden, zu dem auch örtliche Organisationen freiwillig beigetragen hatten. Das Multi-Kulti-Fest und das Flutlichtschwimmen habe wieder ein finanzielles Plus beschert, sagte Kabitschke. Das wurde auch aus dem Kassenbericht von Resi Rewitzer deutlich.

Bürgermeister Rewitzer hob das Interesse der Stadt und des Fördervereins hervor, die Freizeiteinrichtung zu erhalten. Die Kommune müsse immer wieder die Notwendigkeit des Freibads im östlichen Landkreis hervorheben. Dafür setze sich zweite Bürgermeisterin Andrea Lang dank ihrer Verbindung zu Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht ein. Auch Finanzminister Albert Füracker sei bei seinem Besuch auf die notwendige Renovierung der Anlage hingewiesen worden.

Damit seien zur Entscheidung über finanzielle Förderungen zuständige Persönlichkeiten in die Sanierungsgedanken einbezogen worden, sagte Rewitzer. Die Stadt habe sich seit 2016 mit Planungen befasst. Zuletzt habe sich die Kommune mit einem Planer getroffen, der zufällig zum Termin der Jahreshauptversammlung eine einfache Planung hinsichtlich der Umgestaltung der Wasserbecken sowie der Gesamtanlage vorgelegt, aber auch persönlich den Eindruck gemacht habe, mit Herz und auch entsprechendem Wissen das Vorhaben zu sehen.

„Die Stadt ist gewillt das Freizeitzentrum beizubehalten, weil es zu Pleystein gehört und die Region ohne die Einrichtung ärmer wäre“, betonte der Rathauschef. Deshalb gingen die Anstrengungen der Stadt in Richtung bestmögliche Finanzierung in Verbindung mit der entsprechenden Planung. Es stehe aber auch fest, dass die Neugestaltung einen Abschied von einem Teil bestehender Einrichtungen, besonders auch von der Größe der Wasserflächen bedeutet, räumte der Bürgermeister ein. Die Erhöhung des Eintrittsgelds könne nicht das Defizit decken, sondern stehe auch im Zusammenhang mit der Stabilisierungshilfe, passe sich aber auch dem anderer Freizeiteinrichtungen in der Umgebung an.

Lang versicherte, sich stark um entsprechende Mittel aus einem Bundesprogramm zu bemühen. Die Entscheidung über die gewährten Mittel soll in Kürze fallen. Die Stadt sei auch bemüht, auf Landesebene Fördergelder zu bekommen. Lang hob die Notwendigkeit hervor, diese Mittel nicht nur einmalig seitens des Freistaats zu gewähren, sondern die Fördertöpfe langfristig einzurichten.

Kabitschke zeigte Verständnis für die Verkleinerung der Wasserflächen, weil diese kostenträchtig seien und nur an wenigen Tagen im Jahr voll ausgelastet seien. Der Freibadförderverein übe bei Investitionen in die Einrichtung etwas Zurückhaltung, um die Mittel für die eigentliche Sanierung zur Verfügung zu haben.

Angesprochen wurde auch die Nutzung des alten Minigolfplatzes durch Aufstellung von sogenannten „Schlaffässern“. Rewitzer sah hier nur die Notwendigkeit der Errichtung von Sanitäranlagen und die Verlegung von Strom. Es gebe aber die Möglichkeit, das Projekt an einen Unternehmensträger weiterzugeben.

Das Nichtschwimmerbecken soll nach der derzeitigen Grobplanung im Zuge der Freibadsanierung etwa um die Hälfte, von der linken Seite aus gesehen, verkleinert werden.
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