Pleystein
26.04.2019 - 09:17 Uhr

Geradlinige und herzliche Geschäftsfrau

54 Jahre lang war Eleonora Zimmermann ein Begriff im Pleysteiner Geschäftsleben. Am Sonntag starb die beliebte Geschäftsfrau durch seinen Sturz völlig unerwartet im Alter von 87 Jahren.

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Tagtäglich stand die „Hammernickel-Lore“, so der Hausname, bis zuletzt hinter der Ladentheke an der Kasse, verkaufte Fleisch- und Wurstwaren und pflegte dabei auch die Konversation mit ihrer Kundschaft. Am Donnerstag erwies ihr eine große Trauergemeinde die letzte Ehre. Im Requiem in der Sigismundkirche ging Stadtpfarrer P. Hans Ring auf den Lebensweg der Pfarrangehörigen ein. Als Eleonora Reitinger wurde sie am 7. Dezember 1931 in Tröbes geboren. Mit ihren zwei Brüdern Hans sowie Herbert wuchs sie dort auf und arbeitete von Kindesbeinen an fleißig im elterlichen Anwesen mit. Nach der Schulzeiz lernte sie am "Bischofshof" in Regensburg Köchin.

Im Mai 1965 schloss sie den Bund der Ehe mit dem Metzgermeister Michael Zimmermann aus Pleystein. Durch diese Heirat wurde ihr die Rosenquarzstadt zur neuen Heimat. Sogleich packte sie in der alteingesessenen Metzgerei kräftig mit an, wobei ihr der erlernte Beruf im neuen Lebensumfeld eine große Hilfe war. Anfang 1969 konnte das neu erbaute Wohn- und Geschäftsgebäude auf der anderen Markplatzseite bezogen und das ebenfalls neue Schlachthaus in Betrieb genommen werden. 1972 erblickte der ersehnte Stammhalter Michael junior das Licht der Welt, der inzwischen das Unternehmen als Metzgermeister leitet. Gerne besuchte Eleonora Zimmermann die Veranstaltungen des Katholischen Frauenbunds und des Stammtisches "Edeltraut". Enormer Wertschätzung erfreute sie sich als Vereinswirtin des Fotoclubs seit desses Gründung in 1973.

Ihre geradlinige, herzliche Art kam bei den Kunden an und machte sie weit über Pleystein hinaus bekannt. Sie war eine fleißige Kirchgängerin. Am Tag vor ihrem Tod feierte sie in der Pfarrkirche noch die Osternacht mit. Der Seelengottesdienst und die Beerdigung wurden vom Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl begleitet. Abschied von ihrem treuen, heimatverbundenen Mitglied nahmen für den Katholischen Frauenbund Regina Pschirrer und für den Oberpfälzer Waldverein Maria Reber. Für den Fotoclub bedankte sich Alois Hubmann bei der verstorbenen Vereinswirtin.

Für die Altötting-Fußwallfahrer würdigte Johann Walbrunn die Unterstützung der Pilgerfreunde durch Eleonora Zimmermann. Ferner stellte er heraus, dass der erste Fronleichnamsaltar ja seit vielen Jahrzehnten beim Anwesen Zimmermann stehe und sich die Verstorbene als Miteigentümerin dieses schönen Altars bei der Schmückung desselben an diesem kirchlichen Hochfest immer besonders verdient gemacht habe.

 
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