(tu) Die Altstörche fliegen sehr weit, um genügend Futter bringen zu können. Es dauert oft über drei Stunden, bis sie von einer Tour wieder zurückkommen. Storchenbetreuer Hubert Schmid beobachtet, dass der Nachwuchs bereits fliegen kann. In ein paar Tagen werden die Jungen selbst mit auf Futtersuche gehen. Das ist heuer schwieriger als in den Vorjahren, da sie weitere Kreise ziehen müssen, um satt zu werden.
Ähnliche Beobachtungen hat Schmid in Eslarn gemacht, wo die Jungstörche etwa zwei Wochen älter sind und sich jetzt bereits selbst versorgen, indem sie mit den Eltern zur Futtersuche fliegen. Zur Erinnerung: In Waidhaus sind die Altstörche vom Vorjahr nicht mehr gekommen. Es gab keine Brut. Ab und zu wurden Gaststörche gesichtet.
"Erstaunlich ist, dass die Störche doch so anpassungsfähig sind. Trockenheit und hohe Temperaturen machen ihnen weniger aus, als man früher gedacht habe. Verwundert seien selbst Experten, dass sie unter diesen Umständen auch Junge aufziehen können. "Andererseits kommen Störche in Afrika zurecht, wo sie auch hohe Temperaturen vorfinden und in einer völlig anderen Umgebung leben. Sie sind also anpassungsfähiger, als man denkt und angenommen hat", so der Fauna- und Floraspezialist.
In zwei bis drei Wochen werden sich die Störche wieder auf die Reise begeben, zuerst die Jungen und etwas später die Alten. Dann bleibe nur noch zu hoffen, dass sie nächstes Jahr wieder kommen, meint Schmid. Die Jungen bleiben etwa drei Jahre weg, bis zur Geschlechtsreife. Dann suchen sich Männchen einen Horst und warten auf eine Partnerin.
Pleystein
30.07.2018 - 14:06 Uhr
Jungstörche werden flügge
von Autor TU
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