In der alten Faschingshochburg Pleystein ging gehörig die närrische Post ab bei der urigen Fasenachtturbulenz am Wochenbeginn: Die öffentliche maskierte und kostümierte Singstunde des Männergesangvereins 1895 leitete die heiße Phase des Faschings im Pulverland ein. Dieser traditionelle Sängerrummel zählt seit Jahrzehnten in der fünften Jahreszeit zu den schönsten Veranstaltungen in der Großgemeinde.
Am Montag war es wieder soweit, und es gab einen guten Zuspruch der Närrinnen und Narrhallesen. Der „Pilsen-Express“ ließ nach dem Startschuss durch Hofbräuwirt Franz Völkl um 21 Uhr im Pulverland gehörigen Dampf in den geschichtsträchtigen Gewölben ab und spielte von Anfang an zünftig auf, sodass bald prächtige Stimmung beim „Böllerten“ herrschte.
Vorsitzender Karl Herrmann begrüßte im voll besetzten Vereinslokal die vielen jungen und älteren Sangesbrüder aus den eigenen Reihen und die weiteren Besucher, die bis aus Vohenstrauß sowie Moosbach kamen und die sich teilweise sehr einfallsreich kostümiert hatten. Die Super-Fete erreichte gegen 22 Uhr ihren absoluten Höhepunkt, als 18 Maschkerern mit einem donnernden „Pulver Helau!“ das Sängerdomizil stürmten und im Gänsemarsch durch die beiden Wirtsstuben zogen.
In der maskierten Parade waren vor allem Hexen und als aktuelles Thema die Imker vertreten. Zwei Stunden lang brachten dann die Maschkerer die Sänger und ihre Gäste mit zahlreichen Tanzrunden gehörig ins Schwitzen, ehe Sängerchef Karl Herrmann im Zusammenwirken mit Altbürgermeister Johann Walbrunn mit der Demaskierung dem heiteren Spuk gegen Mitternacht ein Ende bereitete. Unter großem Applaus ließen die so phantasievoll verkleideten Jecken die Larven fallen und sorgten für manche Überraschungen. Sie alle erhielten als Dankeschön für ihren tollen und auch Schweiß treibenden Auftritt je ein Fläschchen Sekt. Bis zum frühen Morgen dauerte die turbulente Faschingsfeier an.













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