15.11.2020 - 10:21 Uhr
PleysteinOberpfalz

Mehr Sicherheit für Pleysteiner Ministranten

Steil geht es bei der Kreuzbergkirche den Rosenquarzfelsen hinab. Jetzt möchten die Messdiener diese Steilwand gesichert haben. Der Bauausschuss will zunächst die Kostenfrage abklären.

Seit weit über 100 Jahren stehen die Kreuzbergkirche und das Kreuzbergkloster auf dem Rosenquarzfelsen mit seinen steil abfallenden Wänden. Oberministrant Michael Zehent erkennt Absturzgefahren für die Messdiener, wenn sie sich in ihrem Gruppenraum zugänglich aus dem Klostergarten treffen. Ein Zaun soll Abstürze verhindern.
von Walter BeyerleinProfil

Weit über 100 Jahre steht die Kreuzbergkirche auf dem Rosenquarzfelsen. Steil fallen die Felswände ab. Jetzt möchten die Ministranten der Kreuzbergkirche diese Steilwand gesichert haben, damit Abstürze vermieden werden. Damit befasste sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Im Garten des Pfarrers der Kreuzbergkirche befindet sich der Eingang ins Untergeschoss des Klosters, wo die Ministranten ihren Treffpunkt haben. Oberministrant Michael Zehent hat Angst, dass die Messdiener über die Steilwand abstürzen könnten. Bislang gab es keine derartigen Unfälle, war aus dem Kreis des Bauausschusses zu vernehmen. Ein Teil der Steilböschung ist durch eine dichte Hecke ohnehin kaum zugänglich. Welcher Zaun wäre möglich? Braucht es dazu Fundamente? Diese Fragen stellte sich der Bauausschuss. Geklärt werden müsse auch, ob es Zuschussmöglichkeiten gäbe. „Auf die Schnelle ist das ohnehin nicht umzusetzen“, sagte Bürgermeister Rainer Rewitzer. Einstimmig beschloss das Gremium, für das Vorgehen zunächst Kostenvoranschläge einzuholen.

Baum im Friedhof bleibt

Peter Pregel hatte die Beseitigung eines Baums, vermutlich Thuja, neben der Familiengrabstätte im städtischen Friedhof beantrag. Begründet wurde dies mit der Besorgnis um die Gefährdung der Gruft wegen des Wurzelwerks und der Verunreinigung durch die herabfallenden Nadeln. Der Bauausschuss lehnte die Beseitigung des Baums, übrigens der einzige noch vorhandene im Friedhof, einstimmig ab.

Die Thuja (links, der etwas kleinere Baum) soll nach dem Wunsch von Peter Pregel beseitigt werden, weil das Wurzelwerk die Grabgruft beschädigen könnte. Der Bauausschuss lehnte dieses Ansinnen einstimmig ab.

Fast schon konträr dazu war der Tagesordnungspunkt „Bepflanzung des Friedhofs Pleystein“. Der Bauausschuss einigte sich auf die Beteiligung eines Landschaftsgärtners, der geeignete Bäume für den Friedhof vorschlagen soll. „Eine große Diskussion darüber wird es in der Bevölkerung ohnehin geben“, ist Bürgermeister Rainer Rewitzer schon jetzt überzeugt.

Die Sanierung und Neubeschilderung des PleySteinPfads übernimmt federführend der Geopark Bayern-Böhmen. In welchem Umfang das geschieht, hatte Bürgermeister Rewitzer mit Andreas Peterek vereinbart. Die Kosten dafür werden über die Naturparkförderung 2021 abgerechnet.

Erweiterung der Straßenbeleuchtung

Zwischen Lohma und Lohma-Siedlung wird die Erweiterung der Straßenbeleuchtung gewünscht. Thomas Parton (SPD/FWG) sprach sich dafür aus, erst im Hauptort Pleystein vorhandene Lücken der Straßenbeleuchtung zu schließen. Uli Weig (SPD/FWG) sag die Fertigstellung der Sanierung der Zottbachtalschule als vorrangig an. Einstimmig entschied sich der Bauausschuss, Kostenvoranschläge des Bayernwerks für verschiedene Beleuchtungsvarianten zwischen Lohma und Lohma-Siedlung einzuholen.

Der Ausbau und die Sanierung der Straße von Burkhardsrieth nach Isgier ist auf der Zielgeraden

Burkhardsrieth bei Pleystein

Anlieger am Bienenweg wünschen sich dort die Einführung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durch eine Tempo-30-Zone. Die Entscheidung vertagte der Bauausschuss bis Messergebnisse des Tempo-Sys-Gerätes vorliegen.

Für die Umnutzung der ehemaligen Schulhäuser in Miesbrunn und Burkhardsrieth zu Dorfgemeinschaftshäusern hat die Stadt die Baugenehmigung erhalten, die aber für beide Gebäude mit einer Vielzahl von Auflagen verbunden ist. Bürgermeister Rewitzer ging davon aus, dass die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die dafür notwendigen Arbeiten nicht durchführen können. Laut Stadtoberhaupt sind für jede Baugenehmigung nahezu 20 Auflagen zu erfüllen. Geschäftsleiter Günter Gschwindler sah die eventuelle Möglichkeit nach Vorliegen einer Kostenschätzung Mittel auf dem Weg über die „einfache Dorferneuerung“ zu erhalten. Die Frage nach der Notwendigkeit der Gebäude begründet der Geschäftsleiter mit der klaren Aussage, dass ohne diese Treffpunkte der Dorfmittelpunkt fehle. Als vorrangig zu erfüllende Auflagen erkannte Gschwindler die Forderungen zum Brandschutz.

Einstimmig lehnte der Bauausschuss den Antrag der Firma Mädl Busreisen ab, das Halteverbot im Einmündungsbereich Marktplatz-Altstadt zeitlich nicht mehr zu begrenzen. Andrea Lang (CSU) hatte darauf aufmerksam gemacht, dass in diesem Bereich viele ältere Menschen parken, um in der dortigen Apotheke Besorgungen zu erledigen.

Ortsbeschilderung für Miesbrunn

Bauamtsleiter Uli Rupprecht stellte den Entwurf der Ortsbeschilderung Miesbrunn vor. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Beschilderung in Vöslesrieth könnten auf Miesbrunn übertragen werden, wenngleich auch das dortige Ortsstraßennetz umfangreicher sei. „Für mich erschließt sich aus der Beschilderung kein Nutzen“, meinte Barbara Weig (SPD/FWG). Doch da hatte Hans Kick (CSU) mit dem klaren Hinweis auf die Entscheidung eines früheren Stadtratsgremiums, die Ortsteile Zug um Zug zu beschildern, die passende Antwort.

Lang verwies auf die Vorteile der Beschilderung in Vöslesrieth, die im Besonderen Paketdiensten, aber auch Rettungsdiensten zugute komme. Christoph Müllhofer (CSU) verneinte die echte Hilfe durch Navigationssystems in den Ortsteilen, so dass diese Beschilderung notwendig sei. Die Kosten für die Beschilderung belaufen sich laut Uli Rupprecht auf etwa 2.500 Euro. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreter der Dorfgemeinschaft wird Bürgermeister Rewitzer beauftragt, die Beschilderung in Auftrag zu geben.

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