02.11.2020 - 14:29 Uhr
PleysteinOberpfalz

Nächstes Film-Team in Pleystein: Doris Dörrie stark interessiert

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Der „Beckenrand Sheriff“ war offenbar ein guter Türöffner. Das Freibad Pleystein könnte nun Schauplatz eines sogar noch größeren Filmprojekts werden. Für Doris Dörrie sieht sich ein Team von „Constantin Film“ vor Ort um.

Constantin-Produktionschef Rüdiger Böss (mitte) nimmt mit seinem Team einen strahlenden Eindruck vom Pleysteiner Freibad mit – trotz des trüben Wetters. Bürgermeisters Reiner Rewitzer (links) sowie Bademeister Hubert Rewitzer und Vize-Bürgermeisterin Andrea Lang (von rechts) stehen dem neuen Filmprojekt „sehr aufgeschlossen“ gegenüber.
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

„Doris Dörrie würde gerne in der Oberpfalz drehen“, sagt Rüdiger Böss. Der Produktionschef der Constantin Film AG (München) schaute sich am vergangenen Freitag das Freibad in Pleystein an. Wie Böss den Oberpfalz-Medien auf Nachfrage erzählt, habe Regisseur Marcus H. Rosenmüller, der bis Mitte Oktober für sein Projekt „Beckenrand Sheriff“ in Pleystein und Weiden filmte, Doris Dörrie von der herzlichen Gastfreundschaft und den optimalen Bedingungen vorgeschwärmt. „Außerdem bin ich selber Weidener“, betont Rüdiger Böss, einst NT-Redakteur und später Moderator von Radio Ramasuri.

Freibad "ein echter Kracher"

Die emotionalen Bande in die nördliche Oberpfalz sind also fest gespannt. Trotz regnerischem Spätherbstwetter nahm das Constantin-Team einen sonnigen Eindruck vom Pleysteiner Freibad mit. „Es war ein rundum sehr schöner Besuch. Das Freibad ist ein echter Kracher“, zieht Böss sein Fazit. Persönlich sah er das Terrassenbad übrigens das erste Mal, nachdem es ihn als Kind und Jugendlichen vornehmlich ins Weidener Schätzlerbad gezogen hatte.

Dreharbeiten zum "Beckenrand Sheriff"

Pleystein

Im Gegensatz zum „Beckenrand Sheriff“, für den die Dreharbeiten nach Saisonschluss ab 1. September liefen, plant die Constantin Film die Aufnahmen im Juli und August 2021, also während des laufenden Badebetriebs. Und der soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Böss: „Die Entscheidung muss im Einvernehmen mit der Stadt Pleystein und dem Förderverein fallen.“ Der Produktionschef sah sich deshalb noch eine Handvoll weiterer Freibäder in Bayern vor Ort an, weitere 25 bis 30 virtuell. Eine endgültige Entscheidung soll im Februar 2021 fallen.

Andrea Sawatzki als Schauspielerin

Dem Vernehmen nach würde das Filmprojekt unter Doris Dörrie noch „eine ganze Schuhnummer größer“ ausfallen als der „Beckenrand Sheriff“ der Lieblingsfilm: sowohl, was das Staraufgebot (u. a. Andrea Sawatzki) betrifft, als auch das Finanzvolumen. Schon die letzten Filmaufnahmen über sechs Wochen mit einigen Tausend gebuchten Übernachtungen wirkten für die gebeutelte Gastronomie und Hotellerie in der Nordoberpfalz wie eine kleine Konjunkturspritze. Vom Sympathie-Werbeeffekt für die Region ganz zu schweigen.

„Nach den positiven Erfahrungen mit dem Rosenmüller-Projekt“ zeigt sich Pleysteins Bürgermeister Reiner Rewitzer „sehr aufgeschlossen“. Man werde die Details in den nächsten Wochen mit allen Beteiligten besprechen und hoffentlich klären. „Es war jedenfalls ein rundweg angenehmer Termin am Freitag.“ Vize-Bürgermeisterin Andrea Lang bestätigt die „freundschaftliche Atmosphäre“ des Besuchs. „Das Constantin-Team war hellauf begeistert.“ Außerdem kennt und schätzt Lang den neuen Constantin-Produktionschef Rüdiger Böss seit Jahrzehnten.

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Zur Person:

Doris Dörrie

  • Geboren 1955 in Hannover
  • Bei rund 40 größeren Kino- und Fernsehproduktionen führte sie Regie
  • Nach dem Achtungserfolg „Mitten ins Herz“ (1983) landete sie 1985 mit der Komödie „Männer“ (mit Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht und Ulrike Kriener in den Hauptrollen) einen sensationellen Hit
  • Vielbeachtet unter anderem auch „Ich und Er“ (1988), „Geld (1989), „Happy Birthday, Türke“ (1992), „Bin ich schön?“ (1998), „Der Fischer und seine Frau“ (2005) und „Kirschblüten – Hanami“ (2008)
  • Zuletzt inszenierte sie „Kirschblüten und Dämonen“ (2019), die Fortsetzung des Films von 2008
  • Die Filmpläne in Pleystein sind nicht die einzige Verbindung Doris Dörries mit der Oberpfalz. Zusammen mit dem gebürtigen Weidener Gerd Huber gründete sie 1989 die „Cobra Filmproductions GmbH“
  • Als Autorin veröffentlichte Doris Dörrie seit 1987 rund 30 Romane, Erzählungen und Kinderbücher wie die „Mimi“-Reihe
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