30.10.2019 - 08:46 Uhr
PleysteinOberpfalz

Nepomuk ziert wieder die Pleysteiner Friedhofskapelle

Die Friedhofskapelle in Pleystein ist das älteste Gotteshaus in der Pfarrei St. Sigismund. Nun wird die geschnitzte Nepomukstatue in die lange Zeit leerstehende Mauernische des Kirchleins installiert.

Die schmucke Nepokumstatue ziert die Mauernische der Friedhofskapelle.
von Autor TUProfil

Auf eine 270-jährige bewegte Geschichte kann die Friedhofskapelle zurückblicken, die dem heiligen Johannes von Nepomuk geweiht ist. Sie ist das älteste Gotteshaus in der Pfarrei Pleystein. Wie die Jahreszahl über dem Eingang verrät, ist sie 1750 fertig geworden. Viele Jahrzehnte lang schmückte eine imposante Nepomuk-Holzstatue das Kirchlein in einer in dessen Vorderseite eingelassenen Mauernische.

In den 1960er Jahren veranlasste der damalige Stadtpfarrer Pater Andreas Pfeiffer (1915 - 1999) den Umzug jener markant geschnitzten Figur des böhmischen Nationalheiligen von der Friedhofskapelle in die Stadtpfarrkirche St. Sigismund, wo sie seitdem ihren Platz auf der linken Seite des Altarraumes hat. Seit dieser Transaktion vor rund 50 Jahren war die Nische im sakralen Gebäude neben dem Friedhofstor leer.

Dieser Zustand war Stadtarchitekt und Stadtrat Hans Sax seit langem ein Dorn im Auge. Er nahm Kontakt mit Lothar Bock, aktives Mitglied der Pleysteiner Holzschnitzergemeinschaft, auf. Der versierte Hobbyschnitzer war von der Idee des Initiators und Kreisheimatpflegers begeistert und machte sich vor einigen Monaten in seiner Schnitzstube an die Arbeit und fertigte aus dem von Sax gespendeten Lindenholzblock eine originalgetreue Kopie jener Nepomukstatue an und fasste sie auch farblich in kunstvoller Weise.

Sein geschnitztes Werk mit einer Größe von 70 Zentimetern, das nach der Bewertung durch den weithin bekannten Schnitzkünstler Hermann Schneider und vieler weiterer Friedhofsbesucher wahrlich gelungen ist, stellte Bock mit Hilfe von Hans Sax vor kurzem in die lange verwaiste Nische ein, die dann vom Duo aus Schutzgründen mit einer Glaswand verschlossen wurde.

Da Bock seine Kreation der Stadt als Sachstiftung zur Verfügung stellte, fielen für die Gemeinde als Eigentümer der Kapelle außer dem finanziellen Aufwand für die gläserne Absperrung keine weiteren Kosten an.

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