09.06.2020 - 10:05 Uhr
PleysteinOberpfalz

In Pleystein gibt es heuer keine Jungstörche mehr

Die Störchin ordnet noch ihr Nest. Der Brut- und Pflegetrieb lässt nach einem Verlust erst langsam nach.
von Autor TUProfil

Keine gute Nachricht: In Pleystein gibt es in diesem Jahr keine Jungstörche mehr. Am Montagmittag saß nur noch die Störchin im Nest. Nach einiger Zeit stand sie auf, und man konnte deutlich sehen, dass sie allein war. Den männlichen Storch hatte Storchenbetreuer Hubert G. Schmid am Vormittag noch bei der Futtersuche gesehen. "Zunächst unbemerkt von den Leuten in der Nachbarschaft ist das letzte Junge nun auch weg. Ich hatte eigentlich gedacht, es wäre schon so groß und kräftig, dass es überleben könnte", sagt Schmid.

Als Ursache kann man jetzt eigentlich nur noch Vermutungen anstellen. Einmal waren es die Störungen durch andere Störche, die jedoch den Horst selbst nicht angegriffen hatten. Dann kam noch das kühle Wetter dazu, das dem recht großen Jungen jedoch nicht hätte schaden sollen. Die junge Störchin hatte möglicherweise auch nicht genügend Erfahrung. Es gab 2017 in Eslarn mit einer neuen, ganz jungen Störchin zwar zunächst einen kleinen Storch, der aber nicht groß geworden ist. Es seien aber alles Vermutungen, betonte der Fauna- und Floraexperte.

"Grundsätzlich gibt es in Bayern wieder genügend Störche. Es ist zwar im Einzelfall immer schade, wenn es einen Brutverlust gibt, insgesamt ist die Population jedoch nicht in Gefahr. Die Natur arbeitet, wenn es möglich ist, ohnehin mit Überschuss, so dass Verluste wieder ausgeglichen werden können. Dann also im nächsten Jahr", lautet das Fazit von Schmid.

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