08.03.2020 - 09:53 Uhr
PleysteinOberpfalz

Pleysteiner Holzschnitzer freuen sich auf 50-jähriges Bestehen

Gerhard Müller bleibt Vorsitzender der Holzschnitzergemeinschaft. Zusammen mit seinen Mitstreitern will er im kommenden Jahr das Vereinsjubiläum gebührend feiern.

Der neue Vorstand der Holzschnitzergemeinschaft präsentiert sich mit Bürgermeister Rainer Rewitzer (links).
von Autor TUProfil

In der Generalversammlung der Holzschnitzergemeinschaft am Freitag im Gasthof "Weißes Lamm" gingen die Neuwahlen zügig über die Bühne. Vereinschef bleibt Gerhard Müller, sein Stellvertreter wurde Lothar Bock. Als Schriftführerin fungiert Angelika Kleiner, und die Kassengeschäfte führt Josef Weig. Beisitzer wurden Peter Puff, Josef Schafbauer und Tobias Forster, der auch den Posten des Holzwarts übernahm. Die Kasse prüfen Herbert Putzer und Gerhard Janker.

Nach dem Totengedenken und der Protokollverlesung durch Angelika Kleiner unterbreitete Schatzmeister Josef Weig den Kassenbericht, der ein gesundes finanzielles Polster auswies. Der alte und neue Vereinschef Gerhard Müller konnte mit einem umfangreichen Tätigkeitsbericht aufwarten. Der Verein zählt aktuell 39 Mitglieder. 30 Schnitzabende seien im Werkraum der Zottbachtalschule veranstaltet worden.

Von privater Hand sei Lindenholz gekauft worden. Für den Kindergarten St. Elisabeth seien am Zaun die Holzbuchstaben angebracht worden. Außerdem hätten die Mädchen und Buben der Vorschuleinrichtung ausgesägte Zahlen bekommen. „Zudem haben wir wieder die Aufstellung und den Abbau der Weihnachtskrippen in der Pfarr- und Kreuzbergkirche übernommen und uns an der Aktion 'Verein macht Schule' im Sommer beteiligt.“ Müller fügte an, dass er bei einem Besuch in Mitterteich den dort anwesenden Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zum 50-jährigen Jubiläum in 2021/2022 nach Pleystein eingeladen habe. Die Schnitzsaison sei am 6. März beendet worden.

Sein besonderer Dank galt Angelika Kleiner für deren unermüdlichen Einsatz zum Wohle des Vereins und Martin Bauer für die nahezu lückenlose Teilnahme an allen Schnitzabenden. Beiden überreichte er ein Geschenk.

Bürgermeister Rainer Rewitzer lobte die rührige Brauchtumsorganisation: „Die Pleysteiner Holzschnitzer, und dazu zähle ich auch die auswärtigen Mitglieder, erfreuen sich eines sehr guten Rufes in der Oberpfalz und darüber hinaus." Das 50-jährige Gründungsfest müsse unbedingt gefeiert werden. Dem zweiten Vorsitzenden Lothar Bock zollte er ein dickes Lob für die Anfertigung der Nepomukstatue für die Friedhofskapelle.

Vorsitzender Müller wollte vom Bürgermeister wissen, wie es um den Springbrunnen im Herrnpointweiher und dessen Sanierung stehe. Rewitzer sagte, dass es sich um eine kostspielige Angelegenheit handle und die Stadt dafür im Rahmen einer Naturparkmaßnahme Fördergelder bekommen wollte. Leider könne dieses Programm nicht dafür angewendet werden. Auf die Frage von Müller, ob nicht hierfür Geld vom Bürgerfest abfalle, versprach Rewitzer, in dieser Sache am Ball zu bleiben. Die Schnitzer wollen nun noch ein Jahr warten und dann entscheiden, was mit dem bereits von ihnen in Eigeninitiative erwirtschafteten Betrag für jene Springbrunnensanierung geschehen soll.

Zeitig im Frühjahr wird das Holzlager immer neu gestaltet. Josef Schafbauer und Tobias Forster fertigen dafür Regale an, auf denen das Holz besser gestapelt werden kann. Im Herbst will der Verein Masken schnitzen und im nächsten Jahr als Gruppe beim Faschingsumzug teilnehmen. Auch soll im Herbst eine Bildhauerin aus Weiden für einen Kurs in Pleystein gewonnen werden. Für die Jubiläumsausstellung 2021/2022 lässt der Verein Flyer drucken, um sobald als möglich die Werbung für diese Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen zu starten. Die Weihnachtsfenster in der Rosenquarzstadt möchten die Schnitzer im Dezember 2020 komplett in Eigenregie bestücken.

Bürgermeister Rewitzer signalisierte seine Unterstützung. Martin Bauer fragte an, ob wieder ein Ausflug unternommen werde, was von Müller wegen fehlendem Interesse der Mitglieder abschlägig beantwortet wurde. Beim Jubelfest des Männergesangvereins 1895 im Juli nehmen die Schnitzer am Tag der Vereine teil. Auch sollen neue Vereinsshirts bestellt werden. Josef Schafbauer lobte "das gute Klima und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, wobei auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt".

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