17.03.2020 - 11:19 Uhr
PleysteinOberpfalz

Reisevortrag über das Baltikum beim Pleysteiner Fotoclub

Im Vereinslokal Zimmermann überrascht „Altmeister“ Otto Walbrunn aus Schwandorf die Mitglieder wieder mit einem tollen Thema. Dieses Mal ging es nach Estland, Lettland und Litauen.

Nationalbibliothek in Riga
von Autor TUProfil

Diese Rundreise durch das Baltikum hatte der pensionierte Oberstudiendirektor Ende 2018 unternommen. "Die Fremdherrschaft über das Baltikum hatte über Jahrhunderte Tradition. Erst seit dem Zerfall der Sowjetunion haben sich dort wieder neue selbstbewusste Nationalstaaten entwickelt. Die „singende Revolution“ hat hier mitgeholfen. Rein landschaftlich kann man das Baltikum unter das Schlagwort "In der Eiszeit geformt" stellen. Es ist weithin eben, von niedrigen Hügelketten durchzogen, dazwischen sumpfig. Besondere landschaftliche Bauglieder stellen die vielen Inseln vor der Küste Estlands und die Lagune um das Kurische Haff dar. Die Flüsse, die aus dem Baltikum in die Ostsee münden, sind heute als Transportwege weniger bedeutsam. Einst hatte das Baltikum eine wichtige Handelsposition für den weiteren Osten", so Walbrunn.

Die Republik Litauen mit drei Millionen Einwohnern hat ein gemäßigtes Kontinentalklima, und die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei sechs Grad. Besonders interessant sind die über 200 Naturschutzgebiete und die größte Stadt Vilnius. Hier zeigte Walbrunn immer wieder tolle Aufnahmen von der Natur, aber auch aus dem Leben in der Stadt. Vilnius hat über 50 Kirchen, aber leider konnte Walbrunn diese nicht alle besuchen. Einige dieser sakralen Bauten konnte er mit ausgezeichneten Aufnahmen eindrucksvoll in Szene setzen. Weiterhin hat diese Metropole eine der größten Universitäten Europas. Die Weiterfahrt ging durch eine bezaubernde grüne Landschaft zum Ostseestrand und zum Bernsteinmuseum. Auch hier präsentierte der versierte Autor sehenswerte Schnappschüsse vom Strand und auch von der Tierwelt in Litauen.

Durch viel Grün und weitgehend flach reiste er weiter in die Kornkammer des Baltikums, in die Republik Lettland. Mit zwei Millionen Einwohnern etwas kleiner als Litauen ist dieses Land aber reich an Sehenswürdigkeiten. Die Hauptstadt Riga war hier das Ziel. Viele Museen, einen großen Park mitten in der Stadt und der Neubau der Nationalbibliothek hatten es dem agilen Weltenbummler angetan, was er mit Bildern aus verschiedenen Blickwinkeln den begeisterten Anwesenden unterbreitete. Nördlich von Riga wurde der größte Nationalpark Gauja besucht. Besonders das Naturschutzgebiet Pape ist von großer Bedeutung für Zugvögel, aber auch Wisente, Konikpferde und Heckrinder sind hier angesiedelt. Durch kerngesundes Weideland, vorbei an vereinzelten imposanten Weilern wurde der kleinste Baltikumstaat, dieRepublik Estland angepeilt. Die zweitgrößte Stadt Tartu liegt entlang des Flusses Emajõgi. Dieser mündet in den Peipussee, der zwar 140 Kilometer lang, aber nur acht Meter tief ist. Von den Ufern dieses Sees aus konnte Walbrunn excellente Aufnahmen von Fischerhütten und von den Bewohnern bei der Arbeit machen. Ansonsten ist Estland zu mehr als 50 Prozent bewaldet. Mit diesen farbenprächrigen Bildern ließ er seinen Vortrag ausklingen. Vorsitzender Alois Hubmann dankte Otto Walbrunn, "der trotz seines hohen Alters nach wie vor auf Reisen geht und für seine Fotofreunde immer wieder wunderschöne Vorträge auf die Leinwand zaubert".

Bei den Bildern des Monats war das Thema frei. Sabine Fehn, Ingeborg Hubmann, Maria Maresch, Reinhold Schulz, Heinrich Flieger, Helmut Luckhardt, Max Striegl, Christian Höllerer, Franz Schaller, Georg Birner, Thomas Enslein sowie Alois Hubmann zeigten ihre aktuellen Werke, die wieder im Schaukasten und im Internet zu sehen sind.

Kathedrale St. Stanislaus in Vilnius.
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