15.10.2018 - 07:57 Uhr
PleysteinOberpfalz

Schwelbrand bei Leistritz

Feuerwehreinsatz in den Morgenstunden: In Pleystein brennt es unter dem Dach einer Fertigungshalle. Die Einsatzkräfte müssen das erst 14 Tage alte Dach aufsägen.

von Elisabeth DobmayerProfil

Großalarm für die Feuerwehreinsatzkräfte am Montagmorgen, 15. Oktober, in Pleystein: Nach ersten Ermittlungen der Polizeibeamten der Inspektion Vohenstrauß war ein Mitarbeiter am Montag gegen 4 Uhr früh an einem Schweißautomat bei der Auspuffrohrfertigung beschäftigt. Plötzlich hatte er festgestellt, dass sich oberhalb des Schweißautomaten die Absauganlage massiv erhitzt hatte. Der 48-Jährige "Einrichter" bändigte die Absauganlage mit einem Feuerlöscher. Allerdings vermuten die Einsatzkräfte, durch dieses Vorgehen sei ein glühendes Teil oder eine Schweißperle abgesaugt und in das Abluftsystem gelangt. Dies soll dann, laut Polizeiangaben, den Schwelbrand unter dem erst neu aufgebrachten Dach ausgelöst haben.

Als sie den Rauchgeruch bemerkten, verständigten die Leistritz-Mitarbeiter umgehend die Integrierte Leitstelle (ILS) in Weiden, die Großalarm auslöste. Unter dem Dach eines rund 20 Meter langen Anbaus einer Fertigungshalle in der Leistritzstraße entdeckten die Feuerwehrkräfte den austretenden Rauch.

Die Einsatzkräfte mussten sich über einen steilen Abhang den Zugang zum Brandobjekt verschaffen. Es waren die Feuerwehren aus Pleystein, Vohenstrauß, Altenstadt/Voh., Vöslesrieth, Miesbrunn, Lohma, Hagendorf, Reinhardsrieth und Neuenhammer vor Ort. Außerdem die Führungskräfte Kreisbrandrat Marco Saller, Kreisbrandinspektor Martin Weig sowie die Kreisbrandmeister Thomas Kleber und Matthias Schmidt. Das BRK postierte drei Rettungswägen mit Einsatzleiter Marco Rappl. Der Arbeiter, der den Brand zuerst bemerkt hatte, kam mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Schnell vermuteten die Helfer, dass sich in der Decke der Halle ein Schwelbrand ausbreitete. Erst vor rund 14 Tagen wurde das Eternitdach des Gebäudes gegen ein isoliertes Trapezblechdach ausgetauscht. Der Kran stand noch bereit. Nachdem die Einsatzkräfte unter Regie des Pleysteiner Kommandanten Markus Völkl eine Stelle des Blechdaches aufgesägt hatten, traten dunkle Rauchschwaden aus. Isolierplatten und Dachsparren waren bereits angekokelt. Deswegen mussten die Einsatzkräfte eine weitere Stelle des relativ flachen Satteldachs auf der gegenüberliegenden Seite öffnen. Vermutungen, wonach sich der Schwelbrand durch eine Lüftungsanlage unter dem gesamten Dach ausgebreitet hatte, erhärteten sich nicht. Die Feuerwehr konnte mit Hilfe einer Wärmebildkamera keine weiteren Glutnester feststellten. Der Einsatz wurde daraufhin abgebrochen.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen dürfte sich der Gebäudeschaden auf mindestens 30 000 Euro belaufen. Inwieweit auch die Entlüftungs- und Absauganlage beschädigt ist, muss sich erst zeigen.

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