Pleystein
09.10.2018 - 08:36 Uhr

Schwierige Suche nach Personal

Private Pflegeeinrichtungen haben es nicht leicht. Bezirkstagspräsident Franz Löffler will sich für ein einheitliches Tarifsystem einsetzen. Das sagt er bei einem Besuch in Pleystein.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler (Vierter von links) ist ebenso begeistert über die Arbeit im Pflegeheim Pleystein GmbH wie Andrea Lang, Dr. Stephan Oetzinger und Lothar Höher (weiter nach rechts). Bild: pi
Bezirkstagspräsident Franz Löffler (Vierter von links) ist ebenso begeistert über die Arbeit im Pflegeheim Pleystein GmbH wie Andrea Lang, Dr. Stephan Oetzinger und Lothar Höher (weiter nach rechts).

Andrea Lang hatte dem Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler nicht zu viel versprochen. „In unserem Pflegeheim wird Toparbeit gemacht, das Haus ist weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt“, war die Aussage der zweiten Bürgermeisterin und Kreisrätin, die sich für einen Sitz im Bezirkstag bewirbt.

Davon hat sich Löffler, auch Landrat des Landkreises Cham, zusammen mit dem Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher und dem Landtagskandidaten und CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Stephan Oetzinger am Montag ein Bild gemacht. Nach dem gemeinsamen Rundgang stellte Löffler zufrieden fest: „In diesem Haus erlebe ich eine Philosophie.“ Und die geht für ihn schon auf die Gründung im Jahr 2002 zurück. Das Lob, als gebürtiger Mainzer im Oberpfälzer Grenzland längst verwurzelt zu sein, hörte Hans Kirschsieper natürlich gerne.

Der Respekt für das Engagement der Geschäftsführer des Pflegeheims Pleystein GmbH – neben Kirschsieper ist das noch Manfred Voit – in allen Ehren; Löffler & Co. mussten sich die erheblichen Probleme, mit denen ein freier Träger einer Pflegeeinrichtung nahezu täglich zu kämpfen hat, anhören. „Uns fehlt das Umland“, war die erste Feststellung Kirschsiepers aufgrund der Nähe zur Tschechischen Republik. „Daher ist es sehr schwierig, Pflegepersonal zu bekommen.“ Und so nannte er als eine der dringenden Forderungen, die in Pflegebereich Beschäftigten besser zu bezahlen. „Wir haben Angst, die Qualität nicht mehr halten zu können“, sagte er dazu.

Viel zu viel Bürokratie erschwert laut Andrea Neuber außerdem die Arbeit. Die Pflegedienst-Leiterin bemängelte unter anderem auch, dass die Pflege nicht realistisch geprüft werde. „Da wird mit zweierlei Maß gemessen“, fand sie im Vergleich zu öffentlichen Trägern.

„Der Pflegesatz ist auf mehreren Säulen aufgebaut“, ließ Löffler wissen und machte deutlich: „Da darf nichts vermischt werden.“ Allerdings war er sich wie alle einig, dass Berufe im Pflegebereich einen höheren Stellenwert erhalten müssen, auch in Bezug auf die Entlohnung. „Ich bin ein Verfechter eines einheitlichen Tarifsystems“, war seine Aussage dazu. Deshalb bezeichnete er die Bezahlung auch als eine Herausforderung mit sehr hohem Stellenwert.

Wie sein Stellvertreter Höher war sich der Bezirkstagspräsident einig, in Pleystein ein vorbildlich geführtes Haus vorzufinden. Am Ende freute sich Löffler auch über das Lob von Kirschsieper: „Sie haben ein fundamentales Wissen.“ Auf dieses baut nun das Pflegeheim in der Hoffnung, weiterhin beste Qualität bieten zu können.

 
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