Pleystein
14.02.2019 - 11:42 Uhr

Stadt Pleystein soll Geld eintreiben

Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt hat sich die Jahresrechnung 2017 genau angeschaut und kommt dabei zur klaren Erkenntnis, dass Sparsamkeit manchmal genau das Falsche ist, um wirklich zu sparen.

Nur kurz nach dem Einbau in die Kläranlage sind sie noch zu sehen: Die neuen Streifenbelüfter. Dann füllt sich das Becken mit Wasser und die Belüfter übernehmen ihre Aufgabe. Der Ersatzeinbau war im Jahr 2017 nicht geplant und musste dennoch finanziiell bewältigt werden. Die Kosten für den Einbau können über die Gebühren abgerechnet werden. Bild: bey
Nur kurz nach dem Einbau in die Kläranlage sind sie noch zu sehen: Die neuen Streifenbelüfter. Dann füllt sich das Becken mit Wasser und die Belüfter übernehmen ihre Aufgabe. Der Ersatzeinbau war im Jahr 2017 nicht geplant und musste dennoch finanziiell bewältigt werden. Die Kosten für den Einbau können über die Gebühren abgerechnet werden.

Vorsitzender Werner Rieß sprach bei der Vorstellung seines Berichtes in der Stadtratssitzung am Dienstagabend deshalb überwiegend Ausgaben an, die beispielsweise beim umgehenden Neuerwerb eines Gerätes und Fahrzeuges erspart werden könnten. Als Beispiel nannte er den Gabelstapler im Bauhof, bei dem Reparaturen von rund 3900 Euro angefallen waren.

Auch bei einem weiteren Bauhoffahrzeug seien Reparaturen in Höhe von rund 2800 Euro angefallen. Dies führe zur Frage, ob nicht eine Neuanschaffung mehr Sinn mache als regelmäßige Reparaturen. Gerade beim Gabelstapler sei bereits im Vorjahr über eine Neuanschaffung nachgedacht worden, im Haushaltsplan 2018 waren sogar 40.000 Euro vorgesehen, die aber bislang nicht abgerufen wurden. Die Reparatur des Fahrzeuges für die Wasserversorgung überschreitet dessen Zeitwert bei weitem, betonte Werner Rieß.

Im Bereich Abwasserbeseitigung war der ursprüngliche Ansatz von 10.000 Euro in seinem Ergebnis aufgrund von unabdingbarer Reparaturen auf knapp über 40.000 Euro angestiegen, erkannte Rieß. Diese Erhöhung kann jedoch bei der künftigen Gebührenberechnung wieder berücksichtigt werden, so dass damit der Stadt keinerlei Einnahmen verloren gehen.

Kritik übten die Rechnungsprüfer aller Fraktionen auch am derzeitigen Verzicht, Außenstände an Steuern, Beiträgen und Gebühren in sechsstelliger Höhe einzutreiben. Hierzu erklärte Geschäftsleiter Günter Gschwindler, dass die dafür notwendigen Schritte eingeleitet wurden.

Neben den mahnenden Worten gab es aber auch viel Lob: So lag die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt mit 1.544.267 Euro weit über dem Ansatz von 304.341 Euro, was natürlich der erfreulichen Entwicklung bei der Gewerbesteuer geschuldet war. Erfreulich auch die Höhe der allgemeinen Rücklage mit 2.011.624 Euro. Einstimmig stellte der Stadtrat die Jahresrechnung 2017 fest und erteilte Bürgermeister Rainer Rewitzer und der Verwaltung die Entlastung.

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