23.02.2020 - 14:10 Uhr
PlößbergOberpfalz

Duale Studienplätze wichtiges Thema

Die Freien Wähler informierten sich im Kartonagenwerk und erfuhren viel über die Digitalisierung.

Bei der Besichtigung des Liebensteiner Kartonagenwerks kamen die Freien Wähler mit Inhaber Bernhard Schön (Dritter von rechts) ins Gespräch.
von Externer BeitragProfil

Um sich ein Bild davon zu machen, wie lokale Betriebe aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung und Fachkräftemangel angehen, besuchten die Freien Wähler Plößberg das Liebensteiner Kartonagenwerk. Die Inhaber Bernhard und Elfriede Schön zeigten den rund 40 Besuchern die 110 000 Quadratmeter große Betriebsfläche des 1968 gegründeten Unternehmens, das inzwischen 450 Mitarbeiter hat.

Rund 80 arbeiten in einem Zwei-Schicht-System in der Produktion. Durch den hohen Automatisierungsgrad ist es möglich, dass etwa 90 Prozent der Fertigung ohne menschliche Eingriffe ablaufen. Automatische Förderbänder, die quer durch die Hallen laufen, bringen das Rohmaterial, die Wellpappe, zu den 18 Produktionslinien. Das Falten, Stanzen und Bedrucken der Pappe geschieht automatisch. Täglich werden 630 000 Quadratmeter Wellpappe verarbeitet. Diese besteht zu 80 Prozent aus Altpapier und ist auch mehrfach recycelbar. Die Reste, die während der Produktion anfallen, werden gesammelt und wiederverwertet.

Am Ende des Produktionsprozesses kommen die fertigen Schachteln auf einer Palette ins vollautomatisierte Hochregallager. 45 firmeneigene Lkw beliefern die Kunden der Liebensteiner Kartonagenwerke im In- und Ausland. 

Zum Abschluss diskutierten die Freien Wähler nach einer Pressemitteilung der Gruppierung mit den Firmenvertretern bei einer Brotzeit die Herausforderungen und Perspektiven des Mittelstands im ländlichen Raum. Auch die Liebensteiner Kartonagenwerke haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter in der Region zu finden bzw. Mitarbeiter aus anderen Gegenden zu binden. Mit verstärkten Aus- und Weiterbildungsangeboten und dualen Studienplätzen versuchen die Liebensteiner, dem Fachkräftemangel zu begegnen. "Die Stärke des Mittelstands liegt auch in seiner Flexibilität und im Ideenreichtum, damit sind wir auch für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet", so Bernhard Schön in der Diskussion.

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