17.01.2020 - 14:37 Uhr
PlößbergOberpfalz

Einzigartige Adventsfenster begeistern Besucher

Mit dem lebendigen Adventskalender leisten die Mitwirkenden ein tolles Angebot in der Marktgemeinde. Zudem spenden sie 4200 Euro.

Bürgermeister Lothar Müller und Initiatorin Tina Zeitler (vorne von rechts) übergaben mit den Organisatoren der Adventsfenster die Spende in Höhe von 4200 Euro an die Verantwortlichen der ambulanten Hospiz im Landkreis Tirschenreuth, Angela Wegmann und Marianne Dietl (vorne, Zweite und Dritte von links)
von Florian TrißlProfil

Bereits zum dritten Mal wurde die Adventsfenster-Aktion vom Vereinskartell Plößberg durchgeführt. 15 Fenster wurden diesmal eröffnet. Beteiligt haben sich Vereine, Geschäfte, Familien, die Grundschule und das BRK-Seniorenzentrum "Frohnwiesen".

Jedes der einzelnen Fenster war einzigartig und wurde von Grundschulkindern, vom Chor Nova Musica oder von zahlreichen Plößberger Musikern gestaltet. Dabei ließen sich die Mitwirkenden bei der Fenstergestaltung so einiges einfallen: Es wurden Krippen aufgebaut, Fenster mit Transparentpaier gestaltet, Bäume ins Fenster gepflanzt oder Playmobil-Landschaften aufgebaut. Ein wahres Kunststück war sicherlich das Lebkuchenschloss von Bäckermeister Wilhelm Horn. Bei jedem Fenster wurden Speisen und Getränke angeboten und der Kleintierzuchtverein verloste sogar eine Pute und eine Gans.

Erlös für Hospizhilfe

Bei einem Treffen aller Teilnehmer im November war man sich schnell einig, dass der gesamte Erlös an die ambulante Hospizhilfe im Landkreis Tirschenreuth gespendet wird. Diese Einrichtung unter dem Dach der Caritas begleitet Menschen aus dem Landkreis auf ihrem letzten Weg. "Diese Arbeit verdient höchstes Lob und Bewunderung, wo man sich inzwischen um fast 100 Patienten im Jahr kümmert," bedankte sich Initiatorin Tina Zeitler bei den Mitarbeitern der ambulanten Hospiz. Als Vertreterinnen der Hospizhilfe waren Angelika Wegmann und Marianne Dietl gekommen. Nach dem Motto der Hospizbewegung "Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben" (Cicely Saunders, Gründerin der modernen Hospizbewegung) versuchen die ehrenamtlichen den Patienten und Angehörigen den letzten Weg so angenehm wie möglich zu gestalten. Eine Anforderung des Hospizdienstes ist kostenlos. Voraussetzungen dafür sind das Einverständnis des Betroffenen und eine schwere lebensbedrohliche Erkrankung des Patienten. Marianne Dietl und Angelika Wegmann betonten, dass der Hospizdienst keine Konkurrenz zu Pflegediensten sei.

Initiatorin Tina Zeitler, Bürgermeister und Vorsitzender Lothar Müller, Zweiter Vorsitzender Toni Müller und alle Mitwirkenden des Lebendigen Adventskalenders freuten sich, 4200 Euro übergeben zu können. "Eine Spende in dieser Höhe hatten wir noch nie erhalten," dankten die beiden Mitarbeiterinnen der Hospiz. Das Geld werde wieder für Fortbildungen, Supervisionen und ein Auszeit-Wochenende genutzt. "Unsere Helfer waren im Johannisthal und der Aufenthalt sei unter anderem durch die letzte Spende finanziert worden. Die Helfer waren so begeistert, dass sie so etwas unbedingt wiederholen wollen. Mit dieser Spende ist eine Durchführung wieder gesichert," freuten sich Dietl und Wegmann.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.