17.03.2020 - 15:14 Uhr
PlößbergOberpfalz

Elternabend an der Grundschule Plößberg

Zu einem Elternabend mit dem Thema "Verantwortung für die Schöpfung - Genügt Friday for Future?" lud die Grundschule ein. Referent war Oberstudiendirektor Günter Jehl von der Katholischen Elternschaft im Bistum Regensburg.

Günter Jehl sprach beim Elternabend der Grundschule Plößberg auch über „Friday for Future“.
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Jehl betonte, dass die Schöpfung die Grundlage unseres christlichen Glaubens bilde. Auch in der Bayerischen Verfassung sei der Schutz der Lebensgrundlagen und ein achtsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen in der Präambel verankert. Eines unserer obersten Bildungsziele in der Schule müsse die Heranführung der Schüler zu Verantwortungsbewusstsein sein. "Wir leben im Wegwerfmodus", meinte der Referent. Durch die "Friday for Future"-Bewegung wurde das Bewusstsein für den Umweltschutz in die breite Öffentlichkeit getragen.

Es sei wichtig, so der Oberstudiendirektor , dass die Diskussion um Klimaveränderung und Umweltverschmutzung frei von Ideologien und Schuldzuweisungen geführt werde. Der Mensch müsse im Mittelpunkt bei der Lösung der anstehenden Probleme bleiben. Vor allem die Würde des Menschen müsse das Maß für alle Entscheidungen sein. In der Klimaschutzdebatte offenbart sich für den Referenten der Zustand der Welt.

Durch die "Friday for Future"-Bewegung engagierten sich junge Menschen für die Gesellschaft, was uneingeschränkt zu begrüßen ist. Leider gehe das Demonstrieren der jungen Leute auch mit negativen Erscheinungen einher, wie Schulstreik, Aggressivität gegenüber Andersdenkenden und Schuldzuweisungen an die ältere Generation. Günter Jehl betonte zum Schluss noch einmal, dass sachliche Debatten ohne Beleidigungen geführt werde müssen, die zum Ziel die Wahrheitsfindung haben. Auch die Massenmedien hätten einen großen Einfluss.

Bis jetzt gebe es aber noch kein Allheilmittel, wie man die Klimakrise lösen könne. Die Politik müsse schnell handeln. Panikmache sei jedoch nicht zielführend.

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