15.06.2020 - 10:51 Uhr
PlößbergOberpfalz

Funkmast beeinträchtigt Ortsbild von Wildenau

Ein besseres Netz wünschen sich die Wildenauer schon lange. Deshalb haben sie auch nichts gegen einen 28 Meter hohen Mobilfunkmasten. Der Standort allerdings wird zum Streitpunkt.

Für den Standort zwischen dem Ortsausgang Wildenau (Richtung Wurmsgefäll) und der Abzweigung nach Schirnbrunn hat die Telekom einen Bauantrag für den Bau eines Mobilfunkmasten gestellt. Das Bild zeigt die Ortsansicht vom geplanten Standpunkt aus. Der Turm soll eine Höhe von 28 Meter haben.
von Florian TrißlProfil

Zur ersten Bau- und Umweltausschusssitzung trafen sich die Mitglieder aus dem Plößberger Gemeinderat im Kultursaal. Besonders diskutiert wurde der Bauantrag zur Errichtung eines Mobilfunkmastes in Wildenau. Bürgermeister Lothar Müller informierte über das Vorhaben der Telekom zur Netzverbesserung im Ort.

Schon vor zwei Jahren diskutiert

Es handelt sich laut Bauantrag um einen Funkmasten mit einer Höhe von 28 Metern am Ortsausgang von Wildenau in Richtung Wurmsgefäll. Obwohl es sich im Außenbereich befinde, sei es ein privilegiertes Bauvorhaben, da es sich um eine Einrichtung für Telekommunikation handelt. Müller ergänzte, dass direkt angrenzende Nachbarn keine Einwände gegen den Bau des Mobilfunkmasten hätten. Susanne Bittner (SPD) warf ein, dass bereits vor zwei Jahren auf Initiative der Dorfgemeinschaft eine Verbesserung des Netzes diskutiert und zusammen mit der Telekom besprochen wurde.

Eine Lösung wäre eine Antenne neben der Feuerwehrsirene gewesen, die einen beträchtlichen Teil in Wildenau abgedeckt hätte. Allerdings hat Bittner Schwierigkeiten mit dem Standort am Ortsausgang, von dem bisher nichts bekannt gewesen sei. Der Bürgermeister entgegnete, dass in einer vergangenen Marktratsitzung fünf mögliche Standorte außerhalb der Ortschaft an die Telekom weitergegeben wurden. Darunter auch der geplante Standort Richtung Wurmsgefäll.

Marcus Fritsch (SPD) trug zwei Probleme vor. Zum einen hätten die Anwohner ein Problem mit der Strahlung in der direkten Nachbarschaft, zum anderen beeinträchtige ein 28 Meter hoher Mast das Wildenauer Ortsbild mit der Burg und den beiden Kirchen. Bürgermeister Lothar Müller schlug vor, mit der Telekom nochmals zu sprechen, um mögliche Alternativen auszuloten. Anschließend sei eine Neuberatung im Gremium möglich. Diesem Beschlussvorschlag stimmten alle zu.

Bebauungsplan für "Kapellenweg"

Nach langem Ringen um das neue Baugebiet "Kapellenweg" in Plößberg konnte der Bauausschuss nun den Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan fassen. "Es war nicht ganz einfach, aber wir haben es endlich hinbekommen, ohne dass die angrenzenden Nachbarn Einschränkungen haben," freute sich Lothar Müller über den gefassten Beschluss für die Aufstellung des Bebauungsplans. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Bebauungsplan zur zweiten Erweiterung des Gewerbegebiets Betzenmühle und die Änderung des Bebauungsplans im Baugebiet "Windlohe" in Stein.

Gespräche über Bau in Außenlage

Weniger Gesprächbedarf gab es zu folgendem Bauantrag: In Dürnkonreuth will ein Bauherr einen Vierseithof abreißen und stattdessen eine Lagerhalle mit angrenzendem Milchviehlaufstall bauen.

Ebenfalls positiv gestimmt ist der Ausschuss gegenüber einer Bauvoranfrage in Schleif für den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage. Allerdings gebe es hier Probleme, da es sich bei dem Baugrundstück teilweise um eine Lage im Außenbereich handelt. Der Ausschuss stimme dem Vorhaben zu, allerdings solle der Bürgermeister zuerst nochmals mit dem Landratsamt sprechen.

Bei der Einmündung gegenüber des Verkehrsschildes (rechts sichtbar) ist der neue Mobilfunkmast der Telekom geplant. Nach möglichen weiteren Vorschlägen durch die Telekom möchte der Marktrat neu beraten.
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