13.03.2020 - 14:26 Uhr
PlößbergOberpfalz

Horn Glass Industries spendet für Plößberger Museum

Große Freude beim OWV Plößberg und seinem Museumsteam. Die Firma Horn Glass Industries AG spendet 2500 Euro. Die Finanzspritze ist für die Neugestaltung und Betreuung des Glas-und Ofenbaumuseums vorgesehen.

Stephan Meindl, Geschäftsführer der Firma Horn Glass Industries AG (Zweiter von links), übergab im Beisein von Bürgermeister Lothar Müller (rechts) eine Spende in Höhe von 2500 Euro für die Museumsgestaltung an Manfred Kopp (links) und Benno Krottenthaler.
von Florian TrißlProfil
Benno Krottenthaler (Zweiter von links) führt Stephan Meindl, Matthias Kunz und Bürgermeister Lothar Müller zusammen mit Manfred Kopp durch die Glasausstellung.
In einer Vitrine sind händische Zeichungen für Glasöfen ausgestellt. Matthias Kunz (links) und Theresa Daubner (rechts) bekommen von Benno Krottenthaler Informationen über die dargestellten Zeichnungen, die noch ohne digitale Programme erstellt wurden.

Die drei Abteilungen Krippenmuseum, Glasschmelzofenmuseum und Glasexponatemuseum mussten in andere Räume verlegt werden. Fast 45 000 Euro hat sich der OWV Plößberg das Projekt insgesamt bisher kosten lassen. Die ehrenamtlichen Helferstunden nicht mit eingerechnet.

Ofenbauer mit Weltruf

Eines der größten und ältesten Gewerbe in Plößberg ist der Glasofenbau. Bereits 1719 wird der Maurermeister Hans Georg Horn erwähnt, der bei der nahe gelegenen Altglashütte einen Brennofen reparierte. Schon zu dieser frühen Zeit, so ist in alten Chroniken nachzulesen, wanderten die Glasofenbauer in die benachbarten Glashütten. 1840 wurde die erste Glasofenbaufirma in Plößberg gegründet. Das Handwerk kam im 20. Jahrhundert zu großer Blüte und die gigantischen Schmelzöfen "made in Plößberg" stehen in vielen Ländern der Welt.

Exponate in neuen Räumen

Nach dem Neubau der Grund- und Hauptschule 1965 wurde die Idee geboren, in den ehemaligen Räumen der alten Volksschule ein Museum einzurichten. Die Plößberger Besonderheiten des Handwerks und der Kultur (Weben - Glasschmelzofenbau - Krippen) sollten der Öffentlichkeit an einem zentralen Ort zugänglich gemacht werden. Nach gut zehn weiteren Jahren öffnete erstmals das Plößberger Museum. Das neue Raumkonzept im Rathaus- und im alten Schulgebäude war 2018 für den OWV Plößberg der Startschuss, das Museumskonzept komplett zu überdenken und alle Ausstellungsräume umfassend neu zu gestalten.

Die beiden Verantwortlichen des Museums, Manfred Kopp und Benno Krottenthaler, sind nach dem Abschluss des Umbaus dabei, die Ausstellungen mit Informationstexten, Bildermaterial und Erläuterungen auch in digitaler Form auszuschmücken. "Wir haben im Frühjahr vergangenen Jahres einen Firmenabend durchgeführt, zu dem alle Unternehmen eingeladen waren. Die Firma Horn Glass Industries AG ist nun die erste Firma, die offiziell eine Spende an den OWV für die Neugestaltung des Museums übergibt," bedankte sich Manfred Kopp bei der Übergabe beim Geschäftsführer der Firma Horn, Stephan Meindl.

Nach regionaler Herkunft sortiert

Stephan Meindl freute sich, dass der Glasofenbau in diesem Museum im Rathaus präsentiert wird und konnte sich auch vorstellen, dass Auszubildenden oder Geschäftskunden die Ausstellung vorgestellt wird. Die vielen Glasexponate, die Benno Krottenthaler bei einer kleinen Führung begeistert vorstellte, sortierte er in mühevoller Arbeit nach ihrer regionalen Herkunft. Dabei finden sich Exponate aus der Oberpfalz, dem Bayerischen Wald, den neuen Bundesländern, aber auch über die Landesgrenzen hinweg aus Tschechien, der Slowakei, Österreich, Finnland oder Schweden. Bürgermeister Lothar Müller dankte den Helfern des Museums, die sich so tatkräftig engagieren und bei der Firma Horn, dass sie dem Standort in Plößberg über die ganze Firmengeschichte hinweg treu geblieben sei.

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