17.04.2019 - 15:30 Uhr
PlößbergOberpfalz

Ein Jahr für die Krippenkunst

Die Pflege des Brauchtums steht beim OWV ganz weit oben. Eine besondere Rolle spielen in Plößberg traditionell die Krippen. Das wird bei der Hauptversammlung des Zweigvereins deutlich.

Willibald Fehr, Inge Heß und Richard Heß (sitzend von links) sowie Günther Münchmeier (hinten, Mitte) wurden für Vereinstreue ausgezeichnet. Vorsitzender Robert Hecht hinten, links) und Zweiter Bürgermeister Markus Preisinger (rechts) gratulierten.
von Externer BeitragProfil

Der Jahresbericht des Vorsitzenden Robert Hecht begann mit den traditionellen Arbeiten wie dem Aufstellen des Maibaums, bei dem die Jugend aktiv mitmacht. Das beginnt schon bei den Grundschülern und ihrem Tanz in den Mai. Musikwartin Ulrike Remold erklärte, dass sie mit 24 Kindern bereits fleißig übe. Das Johannisfeuer war ordentlich besucht. Die Nikolausaktion schloss das Jahr ab.

Sommer im Museum

Mit der Schnitzergruppe unter der Leitung von Siegfried Sollfrank fand der Übergang zum zentralen Thema statt. Der bereits 2017 begonnene Umzug des Krippenmuseums nahm noch einen großen Teil des Jahres in Anspruch. Fleißige Helfer opferten bei der Jahrhunderthitze ihre Zeit, um ein moderneres Museum einzurichten. Großer Dank galt Manfred Kopp, der als Museumsbetreuer sowohl für den OWV als auch für die Gemeinde unermüdlich tätig ist. Mit seinem Sohn gelang es ihm sogar, die mechanische Krippe größtenteils wieder in Stand zu setzen - etwas, das selbst einem Spezialisten aus Tschechien nicht gelang.

Zu den Arbeiten gehören die Katalogisierung der Exponate, Führungen durch das Museum und das Zusammentragen historischer Begebenheiten. In diesem Zusammenhang wurden Hubert Haubner und Benno Krothenthaler besonders gelobt. Letzterer arbeite mit seinen Helfern noch an der Neugestaltung des Glas- und Ofenbaumuseums. Danach sei eine große Eröffnung für den neuen Museumsbereich geplant.

Am 1. Dezember hatten die Gäste bei einer Eröffnungsfeier für das Krippenmuseum Gelegenheit, die neu gestaltete Schnitzerstube zu bestaunen. Laut Manfred Kopp dient der Raum hervorragend als Startpunkt der Führungen. Die Feier war zugleich Auftakt zum Krippenweg, der alle fünf Jahre durch Plößberg führt. Noch vor der Eröffnung hatte das Museum einen besonderen Gast. Anlässlich des 100. Kirchenjubiläums gestaltete Bischof Rudolf Voderholzer den Gottesdienst. Die ungeplante Führung durch das noch nicht vollendete Krippenmuseum veranlasste ihn, sich einige Wochen später auch den Krippenweg anzusehen. Eine Gegeneinladung nach Regensburg zur Krippensammlung mit unzähligen Exponaten begeisterte die Plößberger Abordnung.

Hubert Haubner als Vorsitzender des Krippenausschusses erwähnte den glücklichen Umstand, dass der Verein in Floß eine gut erhaltene Plößberger Krippe erwerben konnte. Diese fand bereits ihren Platz im neuen Museum. Erfreulich sei, dass immer wieder neue Exponate gefunden werden. So zeigte Markus Remold Gipsformen aus der Zeit, als sich in Plößberg eine Figurenmanufaktur befand. Der Verein sei ständig auf der Suche nach weiteren Ausstellungsstücken auch als Leihgabe, hieß es: "Es wäre schade, wenn Stücke der Plößberger Geschichte verloren gehen." Haubner gab zu bedenken, dass die Krippenschnitzkunst nicht alleine stehe. Bereits die Anfänge würden unter anderem auf die Steinmetze zurückgeführt, die im Ofenbaumuseum ihren Platz erhalten werden. Auch alte Bilder oder Briefe könnten so manche Geschichte erzählen. Die Vorstandsmitglieder hätten für Vorschläge ein offenes Ohr.

Der Bericht des Kassiers war weniger rosig. Die Umbauten für das Museum drückten den Kassenstand des Vereins, so manche mögliche Förderung konnte wegen der kurzfristig nötig gewordenen Umsetzung nicht angezapft werden. Dazu kamen Arbeiten am Vereinsgebäude und einer schon fast vergessenen Waldhütte.

Weg zum Goldsteig

Neben Krippen beschäftigt sich der Verein noch mit vielen anderen Dingen. So berichtete Wanderwart Dieter Horn vom Auftrag, einen Premiumwanderweg als Zuführung zum Goldsteig anzulegen. Dieser soll auf 25 Kilometern von der Silberhütte nach Neuhaus führen. Neben der Emmaus-Wanderung fand eine Radtour statt. Von Neuhaus an der Pegnitz aus folgten 30 Teilnehmer dem Radweg nach Hersbruck und weiter bis Nürnberg.

Mitglieder geehrt

Nach Grußworten von Pfarrer Thomas Thiermann und des Zweiten Bürgermeisters Markus Preisinger folgten die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Geehrt wurden für 10 Jahre Inge Heß, für 25 Jahre Günther Münchmeier, für 40 Jahre Willibald Fehr und für 50 Jahre Richard Heß. Mit einem Lichtbildvortrag von Robert Sladky über das vergangene Jahr endete die Generalversammlung.

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