13.10.2021 - 16:01 Uhr
PlößbergOberpfalz

Kinderspielplätze in Gemeinde Plößberg ins Alarmierungssystem integriert

Die gemeindlichen Spielplätze werden regelmäßig von externen Prüfern auf ihre Sicherheit hin überprüft. Dabei bemängelten die Fachleute die Beschilderung der Freizeiteinrichtungen im Gemeindegebiet.

Bürgermeister Lothar Müller, der Leiter der integrierten Leitstelle, Jürgen Meyer, und Jonas Würner vom Bauamt Plößberg (von rechts) stellten die neue Beschilderung der gemeindlichen Spielplätze vor. Im Bild sieht man das Schild beim Spielplatz in der Sonnenstraße in Wildenau.
von Florian TrißlProfil

Im Bauamt hatte der zuständige Mitarbeiter Jonas Würner die Idee, nicht nur die Straße des Spielplatzes aufzudrucken, sondern auch Sicherheitshinweise, Altersbeschränkungen und Öffnungszeiten sind darauf vermerkt.

Geodaten hinterlegt

Um das ganze noch weiter zu optimieren, nahm Würner Kontakt zur Integrierten Leitstelle (ILS) in Weiden auf, um die Spielplätze ins Alarmierungssystem zu integrieren, so dass auch ohne Ortskenntnisse einer schnellen Alarmierung im Notfall nichts entgegensteht. "Diese Idee ist einmalig im Leitstellenbereich und sollte viele Nachahmer finden," war Jürgen Meyer, Leiter der ILS Nordoberpfalz in Weiden, begeistert von der Idee. "Wir haben eine Liste mit allen Spielplätzen in der Gemeinde erhalten und diese in unsere Software eingepflegt und mit Geodaten hinterlegt. Wenn es zu Notfällen kommen sollte, dann reicht es aus, dem Disponenten die Nummer auf dem Schild zu nennen und schon können die Rettungskräfte an die richtige Stelle geschickt werden. Das gibt es bisher nur bei den Forstpunkten in den Wäldern." Durch das Einpflegen der Daten haben die Mitarbeiter der Leitstelle festgestellt, dass einige Spielplätze gar nicht bekannt waren.

Über 17 Spielplätze verfügt die Gemeinde Plößberg, wenn man die nichtöffentlichen Spielplätze in den Kindertageseinrichtungen mitzählt. Auf den neuen Schildern sind die Regeln mit Piktogrammen dargestellt, die Öffnungszeiten sind mit 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, höchstens allerdings bis 20 Uhr, angegeben und bei Schäden an Spielgeräten findet man darauf auch die Telefonnummer des Bauamts für die Schadenmeldung.

Das Wichtigste auf den Hinweisschildern ist allerdings der Spielplatzname und die Nummer. Sie befinden sich oben zentriert und sind leicht zu finden. Neben der Notruf-Nummer 112 findet sich der Hinweis, dass die Angabe der Spielplatznummer bei der Leitstelle für das Finden der Unfallstelle ausreicht. Jürgen Meyer erinnert daran, dass der Notruf auch bei schlechtem Handyempfang funktioniert, wie es in Wildenau stellenweise der Fall ist. Die Teilnehmer des Ortstermins nahmen die Anzeige auf dem Handydisplay "Nur Notrufe" zum Anlass, um dies zu testen. Jürgen Meyer wählt kurzerhand die 112 und nach wenigen Momenten meldet sich der Disponent in der Leitstelle. Der Leitstellenleiter Jürgen Meyer gibt Entwarnung und sagt, dass es sich nur um einen Testanruf handelte. "Unabhängig vom Anbieter nutzt das Handy das beste Netz und das Absetzen des Notrufs ist so netzunabhängig möglich," merkt Meyer an.

Wenig Aufwand für mehr Sicherheit

Bürgermeister Lothar Müller freute sich, mit dieser Idee Vorreiter für weitere Kommunen zu sein. "Wir hoffen natürlich, dass es zu möglichst wenigen Unfällen auf Spielplätzen kommt. Wenn es allerdings der Fall sein sollte, dann hilft dieses System hoffentlich, um schnellstmöglich Hilfe zu bekommen," sagte Müller bei dem Treffen. Er sprach die Empfehlung aus, dass hier mit geringem Aufwand und mit Kosten im mittleren zweistelligen Bereich pro Schild, für erhöhte Sicherheit gesorgt wird und er hofft auf viele Nachahmer dieser Aktion.

Die neuen Spielplatzschilder in der Gemeinde Plößberg mit Nummern, die im Notfall bei der Leitstelle ein schnelles Auffinden ermöglichen.

 

 

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