28.03.2019 - 16:20 Uhr
PlößbergOberpfalz

Von Konzentrationskillern und Eselsbrücken

Am Vormittag zuerst für Schüler, am Abend dann für Eltern, Schüler und Lehrer, stellte Franz Probst in einem Workshop sein Programm "Lernen - gewusst wie?" vor.

Franz Probst lockerte seinen Vortrag mit Zaubertricks auf.
von Externer BeitragProfil

Probst ist Lehrer und Zauberer und konnte in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag die Zuhörer jeden Alters gleichermaßen begeistern. Er erklärte, dass das menschliche Gehirn der größte Computer ist. Es besteht aus zwei Gehirnhälften, wobei die rechte Gehirnhälfte für die kreative Seite zuständig ist und die linke Seite für logisches Denken, Sprache, Rechnen und Schreiben. Beide Gehirnhälften müssen zusammenarbeiten, damit der Informationsfluss optimal läuft.

Lern- und Pausezeiten

Bewegung kann dabei helfen, ebenso das Erlernen eines Instrument. Die Zusammenhänge zeigte der Referent mit einem Zauberstab auf, an dem ein Plastikgehirn, ein Schulzeugnis, eine Banane und ein Turnschuh an Schnüren aufgehängt hingen. Wichtig für erfolgreiches Lernen sei das Arbeitsumfeld. Dazu zählen ein aufgeräumter Schreibtisch sowie abgestimmte Lern- und Pausenzeiten. Die Eltern sollten sich genau anschauen, was ihre Kinder am Computer spielen und den Spielekonsum auf maximal eine Stunde pro Tag beschränken. Der Bildschirm sei der größte "Konzentrationskiller", weil er die rechte Gehirnhälfte komplett lahm legt.

Großen Einfluss auf den Lernerfolg hat Probst zufolge auch die richtige Ernährung. Viele Produkte, die von der Lebensmittelindustrie vor allem für Kinder beworben werden, enthalten viel zu viel Zucker.

"Loci-Technik"

Nachdem der Elternbeirat in der Pause Essen und Trinken angeboten hatte, zeigte der Referent im zweiten Teil seines Vortrags vor allem Lernstrategien auf. Er wies darauf hin, dass man sich beim Lesen zehn Prozent merke, 20 Prozent beim Hören, 40 Prozent beim Sehen, 70 Prozent durch Aufsagen und 90 Prozent durch eigenes Tun. Zahlenreihen merke man sich, wenn man sie in eine Geschichte einbaue. "Eselsbrücken" helfen, dass Wissen besser abgespeichert wird. Auch bei der "Loci-Technik", bei der man Begriffen und Namen gewissen Gegenständen im Raum zuordnet, funktioniert das Merken besser.

Probst verstand es, wichtige Dinge unterhaltsam und trotzdem eindringlich zu verpacken. Zwischen seinem Vortrag forderte er seine Zuschauer immer wieder auf, sich zu bewegen. Bei einer Übung mussten die Teilnehmer ihre Hand nach rechts kreisen lassen und den Fuß nach links. Die Schüler brachte er durch Zaubereinlagen immer wieder zum Staunen. Rektorin Irmgard Wittmann bedankte für zwei vergnügliche Stunden.

Franz Probst lockerte seinen Vortrag mit Zaubertricks auf.
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