12.09.2019 - 15:28 Uhr
PlößbergOberpfalz

Ländlich-barockes Haus

Beidl war eine der Urpfarrei des Stiftlandes. Eine lange Geschichte hat auch das Kooperatorenhaus. Beim "Tag des Denkmals" besichtigten auch die Freien Wähler das Gebäude.

Die Abordnung der Freien Wähler mit den Markträten Hans Klupp (Dritter von links) und Michael Ebenhöch (Fünfter von links) vor dem Kooperatorenhaus.
von Externer BeitragProfil

Den "Tag des offenen Denkmals" nutzten die Freien Wähler Plößberg, um das denkmalgeschützte und heuer erstmals öffentlich zugängliche Kooperatorenhaus in Beidl zu besichtigen. Kirchenpfleger Siegmund Kulzer begrüßte die Abordnung und erläuterte die Geschichte der Pfarrei Beidl und des Hauses.

"Beidl war eine der Urpfarreien des Stiftlandes und blickt auf eine 1000-jährige Geschichte zurück. Früher war hier Sitz des Dekans und der Einfluss des Beidler Pfarrers reichte bis ins heutige Sachsen und Böhmen", so der Kirchenpfleger.

Die historischen Daten des Baudenkmals teilte der Kirchenpfleger ebenfalls mit. Gebaut wurde das Haus als Pfarrhof um 1710 und damit noch kurz vor Errichtung der bedeutenden Beidler Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt". Das Kooperatorenhaus bildet zusammen mit der Kirche, dem ehemaligem Schulhaus und dem Pfarrhof aus der Mitte des 19. Jahrhunderts das bedeutendste Gebäudedenkmal in der Marktgemeinde Plößberg.

Großartiger Dachstuhl

Die nachfolgende Innenbesichtigung bestätigte die Erwartungen der Besucher. Außergewöhnlich hohe Räume für ein ländlich-barockes Haus, ein handwerklich großartiger Dachstuhl und beeindruckende Kellergewölbe ließen erahnen, dass hier herrschaftliche Bauherren und Bewohner am Werk waren.

Haus der Begegnungen

Interessant für die Freien Wähler waren aber vor allem die Ideen, Konzepte und Pläne für eine Sanierung und Wiederbelebung des derzeit leerstehenden und dem Verfall preisgegebenen historischen Gebäudes. "Hier ein Haus der Begegnung mit Nutzungsmöglichkeiten für Vereine, Bürger und vielfältige Anlässe zu bauen, wird ein Leuchtturmprojekt für die ganze Marktgemeinde. Dörfer brauchen in Zukunft öffentliche Räume um das Zusammenleben attraktiv zu halten. Wenn zum großen Engagement der Bevölkerung noch öffentliche Förderung dazu kommt, dann ist dies eine große Chance für Beidl und unsere Marktgemeinde. Und dann ist auch ein Engagement der Marktgemeinde absolut gerechtfertigt", so die Einschätzung der Besucher.

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