Plößberg
03.12.2025 - 14:55 Uhr
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Plößberger Marktrat beackert in Rekordzeit 21 Tagesordnungspunkte

Im Mittelpunkt standen Flächennutzungspläne und Bebauungspläne in der Gemeinde, die alle genehmigt wurden. Weiter erlässt Gemeinde eine Stellplatzsatzung, die zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Das soll vollgeparkte Straßen verhindern.

Oft wird einfach vor dem Haus am Straßenrand geparkt: Eine Stellplatzsatzung soll nun verhindern, dass es immer mehr Autos gibt, die keinen festen Stellplatz haben. Archivbild: Petra Hartl
Oft wird einfach vor dem Haus am Straßenrand geparkt: Eine Stellplatzsatzung soll nun verhindern, dass es immer mehr Autos gibt, die keinen festen Stellplatz haben.

In Rekordzeit von 40 Minuten bearbeitete der Marktrat am Montagabend nicht weniger als 21 Tagesordnungspunkte. „Wir arbeiten fleißig“, kommentierte Bürgermeister Lothar Müller das schnelle Arbeiten und machte deutlich, dass die einzelnen Punkte bereits mehrfach vorberaten wurden.

Im Bericht des Bürgermeisters verwies Müller auf vier Planungsvergaben an Ingenieurbüros: Vergeben wurde die Erschließung des Baugebietes Ortseingang Nord an das Ingenieurbüro Preihsl & Schwan aus Burglengenfeld, die Leistungsphasen 1 und 2 für den Neubau des Bauhofs an das Architekturbüro Atelier 13 aus Hersbruck, die Leistungsphasen 3 bis 9 bei der Sanierung des Objekts „Schwarzer Adler“ an das Vergabebüro Professor Dr. Rauch und die Leistungsphasen 3 bis 9 bei der Sanierung des Objekts „Keller Rathaus“ an 2G-Architekten aus Weiden. Weiter informierte der Bürgermeister, dass zwei Bauvorhaben seitens der Gemeindeverwaltung behandelt wurden. Entstehen soll in Wildenau ein Einfamilienwohnhaus mit Nebengebäude, in Plößberg wird ein bestehendes Wohnhaus an- und umgebaut zwecks Wohnraumerweiterung.

Häuslebauer brauchen Parkplätze

Weiterhin wurden die Markträte über die Auswirkungen des „Bauturbos“ auf die Kommune informiert. „Künftig werden wir als Gemeinde noch größere Verantwortung haben, allerdings bleibt die Gesetzesänderung abzuwarten, wie sie sich tatsächlich auswirkt“, sagte Müller. Das Gremium hatte keine Einwände gegen die Errichtung einer Staubschutzwand der Rettenmeier-Holzindustrie in Betzenmühle.

Als sinnvoll sah der Marktrat den Neuerlass einer Satzung zum Nachweis von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge an, die zum 1. Januar 2026 in Kraft treten soll. Künftig werden Hausbauer angehalten, für ihre Autos Stellplätze auf ihrem Grundstück anzubieten. Hans Klupp (FW) nannte die Satzung sinnvoll, mahnte allerdings die Einhaltung an. Kritik wurde laut, weil viele Fahrzeuge auf der Straße parken, was das Schneeräumen erschwert. Mit der neuen Satzung soll dies künftig besser werden.

Keine Spielplatzsatzung

Plößberg wird künftig auf eine eigene Spielplatzsatzung verzichten, wegen des geringen Nutzens und eines erhöhten Verwaltungsaufwandes. Der Marktrat hat neu beschlossen, Zisternen und Solaranlagen zu fördern. Diese Regelung tritt ab Jahresbeginn 2026 in Kraft. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. Der Marktrat stimmte einer Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt zu, eine Ablösesumme für die Instandsetzungskosten bei der Ortsdurchfahrt zu zahlen. Die Ablösesumme ist auf 240.014,79 Euro (brutto) angestiegen, nachdem das ursprüngliche Angebot des Bauamts noch bei 158.000 Euro lag. Die Marktgemeinde Plößberg freut sich also über einen unerwarteten Geldsegen vom Staatlichen Bauamt.

Der Marktrat stimmte einer ganzen Reihe von Flächennutzungsplänen zu, nachdem die Stellungnahmen in die Planungen eingearbeitet worden waren. Dies geschah ohne Diskussion. Ebenfalls ohne Einwände wurde der Flächennutzungsplan für das Sondergebiet „Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ in Liebenstein und Beidl genehmigt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen weiter voranzutreiben. Zudem fand der Bebauungsplan Liebenstein Bartellohe (ehemals Liebenstein 4) die Zustimmung der Gemeinde. Weitere Zustimmung fand der Flächennutzungsplan „Ortseingang Nord“, mit Billigungs- und Auslegungsbeschluss.

Letztes Thema der Sitzung war die Durchführung der Kommunalen Wärmeplanung, die Plößberg gemeinsam mit der Stadt Bärnau in Angriff nimmt. Bevorzugt wird das sogenannte „Konvoi-Verfahren“. Für die Durchführung der Wärmeplanung liegt bereits ein Angebot des IfE-Instituts in Höhe von 30.523,50 Euro vor. Die Kommunale Wärmeplanung wird, so Bürgermeister Lothar Müller, zu hundert Prozent gefördert. Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Weiter wurde bekannt, dass die Jahresabschlusssitzung am 15. Dezember um 19 Uhr stattfindet.

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