Plößberg
04.11.2026 - 13:59 Uhr

Plößberger nutzen Bürgerversammlung für viele Fragen

In der Bürgerversammlung konnten die Plößberger Bürgermeisterin Tina Zeitler und den anwesenden Gemeinderäten ihre Anliegen vortragen. Sie machten davon lebhaften Gebrauch.

Bürgermeisterin Tina Zeitler (Mitte) beantwortete in der Bürgerversammlung in der Aula der Grundschule im Rahmen der Bürgerversammlung viele Fragen. Moderiert wurde die Fragestunde von Gemeinderätin Bettina Krapfl (rechts). Links im Bild Geschäftsleiterin Franziska Ackermann. Bild: Hans Prem
Bürgermeisterin Tina Zeitler (Mitte) beantwortete in der Bürgerversammlung in der Aula der Grundschule im Rahmen der Bürgerversammlung viele Fragen. Moderiert wurde die Fragestunde von Gemeinderätin Bettina Krapfl (rechts). Links im Bild Geschäftsleiterin Franziska Ackermann.

Auch wenn das Abhalten einer Bürgerversammlung im Jahr der Kommunalwahlen nicht vorgeschrieben ist, wollten Bürgermeisterin Tina Zeitler und die Mitglieder des Gemeinderats trotzdem wissen, wo den Gemeindebürgern der Schuh drückt. So wurde anstelle der sonst alljährlich üblichen fünf Bürgerversammlungen in Plößberg, Liebenstein, Beidl, Wildenau und Schönkirch am Dienstagabend eine zentralen Bürgerversammlung in die Aula der Plößberger Grundschule ausgerichtet. Diese war mit über 100 Gemeindebürgerinnen und –bürgern sehr gut besucht.

Bürgermeisterin Zeitler erstattete einen ausführlichen Bericht. Sie ging zunächst auf verschiedene Veränderung bei den Mitarbeitern in der Verwaltung ein und beleuchtete statistische Zahlen in Sachen Gewerbesteuer-, Schulden- oder Rücklagenentwicklung. „Unsere Finanzlage sieht nicht mehr so rosig aus. In einer Klausurtagung haben wir kürzlich den kommenden Haushalt erarbeitet. Es wir Veränderungen geben, manches wird eingespart, manches wird erhöht werden“, stellte sie hierzu fest. Alleine die Kanalsanierung wird rund 3,2 Millionen Euro (Förderung 2,5 Millionen Euro) in Plößberg und 874.000 Euro (Förderung 646.000 Euro) in Stein und Liebenstein kosten. Weitere Themen waren die Kommunale Wärmeplanung, die Mittagsbetreuung, der Städtebau, die Erschließungsplanung des Ortseingangs Nord oder die Anbindung der Floßer Spange an die Umgehungsstraße.

Gemeinderätin moderiert

Unter der Moderation von Gemeinderätin Bettina Krapfl (Freie Wähler) hatten anschließend die anwesenden Gemeindebürgerinnen und –bürger die Gelegenheit, ihre Anliegen vorzubringen. Ein Gemeindebürger hätte gerne die Gemeinderatssitzungen besucht, doch den vorverlegten Beginn auf 18 Uhr könne er aus beruflichen Gründen nicht schaffen. „Im neuen Gremium hat sich die Mehrheit dafür entschieden“, antwortete die Bürgermeisterin. Der Fragesteller bemängelte auch, dass es in verschiedenen Ortsteilen in den Gemeindeanschlagstafeln nur mehr einen QR-Code und keine aktuellen Aushänge gebe. Damit hätten vor allem die älteren Bürger Probleme. Aus Vereinfachungsgründen werde nur mehr eine zentrale Anschlagstafel in Plößberg mit Aushängen bestückt, hieß es dazu.

Der Fragesteller bemängelte auch, dass Bauprojekte, die im Gemeinderat behandelt werden, im Gegensatz zum Stadtrat von Tirschenreuth ohne Namen der Bauherren in der Tagespresse veröffentlicht würden. „Das liegt am neuen Ratsinformationssystem, das noch nicht einwandfrei funktioniert, jedoch ständig verbessert wird“, lautete die Antwort von Geschäftsleiterin Franziska Ackermann.

Unregelmäßig geöffnet

Die unregelmäßigen Öffnungszeiten des Kiosk am Großen Weiher waren einem Bürger ein Dorn im Auge. „An den schönsten Tagen im August war der Kiosk geschlossen“, schimpfte er. Die Öffnungszeiten regle der Pächter, darauf habe die Gemeinde keinen Einfluss. Ebenso wenig Einfluss habe sie auf die Rodungsarbeiten auf dem Gelände des Campingplatzes. „Dort wurden große Bäume abgeholzt, während man in Schönkirch die alte Eiche erhält“, schimpfte eine andere Bürgerin. Ein Fragesteller wollte wissen, ob es für die Gemeinde einen kommunalen Notfallplan gebe. Der werde gerade Stück für Stück erarbeitet, lautete die Antwort. Im Rathaus würden aktuell Leitungen zum Anschluss von Notstromaggregaten verlegt.

Was passiert eigentlich mit den aktuell nicht genutzten Containern am Hornpark? Muss dafür Miete bezahlt werden, lauteten weitere Anfragen. Miete sei nicht zu zahlen. Bei den sinkenden Zahlen der zu betreuenden Kinder gäbe es für sie aktuell keine Verwendung. Sicher genutzt würden sie wieder, wenn der Kindergarten im Beidl saniert werde, heiß es dazu. Weitere Themen waren unter anderem die Nahversorgung und die ärztliche Versorgung. In Sachen "geplanter Discounter" konnte die Bürgermeisterin mitteilen, dass es einen Investor und einen Betreiber gebe. Beide müssten sich noch über die Höhe der Miete einigen. Marion Forster sei bereit, in ihrem Generationenkonzept auch einen Arzt einzuquartieren. „Die Gemeinde versucht alles. Die meisten Ärzte wollen nicht mehr aufs Land. Die Zukunft liegt wahrscheinlich bei Medizinischen Versorgungszentren“, vermutete die Bürgermeisterin.

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