Plößberg
26.07.2018 - 16:55 Uhr

Präventive Maßnahmen gegen Schweinepest

Die diesjährige Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Plößberg fand im Gasthof Gollwitzer in Plößberg fand statt. Reinhard Höcht referierte unter anderem über präventive Maßnahmen des Landkreis gegen die Schweinepest.

(lk) Die Schweinepest und der Wolf waren Themen bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft im Gasthof Gollwitzer. Jagdvorsteher Georg Lukas begrüßte besonders Reinhard Höcht von der Unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Tirschenreuth und den Jagdpächter Alois Röckl.

Lukas erinnerte, dass er nun vier Jahre im Amt ist. Vor etwa einem Jahr, am 30. Juli 2017, ist Kassenprüfer Helmut Fehr verstorben. Deswegen stand heuer die Neuwahl eines zweiten Kassenprüfers auf der Tagesordnung. Weiter erwähnte er die Versammlung der Arge im November in Großbüchlberg, eine Auftaktveranstaltung im März in Hohenwald und eine Vorstandssitzung Anfang Juli zur Vorbereitung der Versammlung.

Kassier und Bürgermeister Lothar Müller berichtete über den Kassenstand. Er erwähnte, dass ein Überschuss erzielt worden ist. Als zweiter Kassenprüfer für ein Jahr wurde anschließend Willi Horn gewählt.

Reinhard Höcht, Leiter der Unteren Jagdbehörde, informierte über Aktuelles in Sachen Jagd. Er verwies besonders auf die Afrikanische Schweinepest, die derzeit in der Region noch nicht vorkommt, aber mit großer Wahrscheinlichkeit kommen werde. "Bei Prag konnte dieses Problem unter Kontrolle gebracht werden, aber in Polen hat man die Schweinepest nicht in Griff", sagte Höcht. Eine Schweinepest-Seuchenstation wurde im Bauhof des Landkreises eingerichtet, die im Seuchenfall in Betrieb genommen wird.

Den Hegegemeinschaften im Landkreis wurden zur Seuchenprävention Mülltonnen für die Entsorgung von Schwarzwildaufbruchabfällen zur Verfügung gestellt. In begründeten Einzelfällen genehmigt das Landratsamt den Einsatz von Nachtzieltechnik zum Erlegen von Schwarzwild. Eine solche Genehmigung ist derzeit auf drei Jahre befristet.

Seitens der Bayerischen Staatsregierung gibt es Überlegungen, die Abschussplanung abzuschaffen. Im Rahmen eines Projektes des Landesamtes für Umwelt wurden im Steinwald zwei Luchse ausgesetzt, berichtete Höcht weiter. Dagegen sei ein Vorkommen des Wolfes im Landkreis Tirschenreuth "aktuell nicht belegt". Der Wolf unterliegt derzeit nicht dem Jagdrecht. "Bei entsprechender Ausbreitung der Wolfspopulation kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Wolf ins Jagdrecht übergeführt wird", erklärt der Behördenleiter.

Jagdpächter Alois Röckl informierte noch, dass durch den Verkehr bis zu acht Tiere totgefahren werden und dass die Wildkatzen neu verbreitet sind. Wildschäden, so Röckl, werden immer mehr zum Problem. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang die Jagdversammlung aus.





 
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