Plößberg
27.10.2026 - 13:37 Uhr
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Ziegler Erden wächst: Unternehmen kauft im Rheinland zu

Die Gregor Ziegler GmbH aus Stein bei Plößberg erweitert sich. Von der insolventen Stender GmbH aus Schermbeck übernimmt sie das Export-Geschäft und stärkt so die eigene Position.

Ziegler Erden fährt weiter auf Wachstumskurs und übernimmt Teile des Geschäftsbetriebs der insolventen Stender GmbH aus Nordrhein-Westfalen. Bild: Sven Koenig Gregor Ziegler GmbH
Ziegler Erden fährt weiter auf Wachstumskurs und übernimmt Teile des Geschäftsbetriebs der insolventen Stender GmbH aus Nordrhein-Westfalen.

Ziegler Erden erweitert sich in Nordrhein-Westfalen: Bereits vor einigen Tagen hat das Unternehmen aus Stein bei Plößberg den „Geschäftsbereich Export-Substrate“ der Stender GmbH aus Schermbeck am Niederrhein übernommen, wie der Oberpfälzer Dünger- und Erden-Spezialist per Mitteilung bekannt gemacht hat. Für die Stender GmbH war Anfang Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Ziegler führt nun einen Teil des ehemaligen Stender-Geschäftsbetriebs fort.

Dabei übernimmt Ziegler keinen Unbekannten: „Beide Unternehmen haben bereits eine lange geschäftliche Verbindung.“ Insbesondere die lettische Ziegler-Tochter Zibu verbinde seit „vielen Jahren eine enge und erfolgreiche Geschäftsbeziehung“, heißt es in der Mitteilung der Gregor Ziegler GmbH zu der Übernahme. Man wolle nun auf diese bewährte Partnerschaft aufbauen, das Stender-Exportgeschäft werde unter dem Dach der Ziegler-Gruppe fortgesetzt.

Name bleibt erhalten

Dabei wolle man auf Kontinuität setzen. „Ein wesentlicher Bestandteil der Übernahme ist die Integration der bisherigen Mitarbeiter des Exportbereichs“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Damit bleiben den internationalen Kunden und Handelspartnern ihre langjährigen und vertrauten Ansprechpartner erhalten. Auch die bestehenden Kundenbeziehungen sowie die Handelsvertreter werden im Rahmen der Übernahme mit integriert.“ Wie viele Mitarbeiter durch die Teilübernahme konkret neu zur Ziegler-Gruppe kommen, dazu gab es auf Anfrage keine Auskunft.

Bekannt ist dagegen, dass die Marke Stender zumindest in ausgewählten Märkten erhalten bleiben soll. Das renommierte Unternehmen hatte bereits im Sommer verkündet, eine Insolvenz in Eigenverantwortung anzustreben. „Volatile Rohstoffmärkte, gestiegene Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette sowie eine schwache Nachfrageentwicklung“ wurden damals als Begründung für die Schieflage des Unternehmens genannt. Stender hatte zuletzt knapp 100 Mitarbeiter, der Jahresumsatz lag bei gut 30 Millionen Euro.

Marktposition verbessern

Der Plößberger Gregor-Ziegler-GmbH ist es in den vergangenen Jahren dagegen deutlich besser gelungen, sich trotz schwieriger Märkte zu behaupten, wie stetig wachsende Umsätze und positive Ergebnisse belegen. Bei Ziegler-Erden waren zuletzt rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz lag in der letzten Bilanz aus dem Jahr 2024 bei 84 Millionen.

Mit der Übernahme wolle man an der positiven Entwicklung weiterarbeiten. „Mit der Übernahme stärkt die Ziegler-Gruppe ihre internationale Marktposition im Bereich professioneller Kultursubstrate und erweitert gleichzeitig ihr bestehendes Exportgeschäft“, heißt es in der Mitteilung. „Wir kennen und schätzen das Team sowie viele der internationalen Kunden und Geschäftspartner bereits seit Jahren. Umso mehr freuen wir uns, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit nun direkt unter dem Dach unserer Unternehmensgruppe fortsetzen können“, wird die Ziegler-Geschäftsführung dort zitiert.

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Tirschenreuth29.09.2026
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