Plößberg
04.12.2024 - 18:35 Uhr
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Ziegler-Group: Neue Insolvenzen und Pläne für die Zukunft

Am Mittwoch meldet sich der vorläufige Insolvenzverwalter bei Ziegler per Mitteilung zu Wort: Dass es fünf neue Insolvenzanmeldungen gibt, ist dabei beinahe Nebensache. Interessanter sind Hinweise, wie es bei Ziegler weitergehen könnte.

Nun ist auch die Logistik-Sparte der Ziegler Group betroffen. Bild: ZIEGLER GROUP
Nun ist auch die Logistik-Sparte der Ziegler Group betroffen.

Ziegler-Insolvenzverwalter Volker Böhm holt sich bei der Suche nach möglichen Investoren für die insolventen Gesellschaften der Ziegler-Group Unterstützung von der Beraterfirma PwC. Die PwC-Spezialisten sollen damit beginnen, mögliche Investoren für die Ziegler-Gesellschaften anzusprechen, heißt es in einer Mitteilung, die Böhm am Mittwoch veröffentlicht hat.

"Seit Beginn der vorläufigen Insolvenzverwaltung haben sich bereits einige Interessenten für eine ganze Reihe von Ziegler-Gesellschaften bei uns gemeldet", zitiert die Mitteilung den Rechtsanwalt Böhm von der Kanzlei Schulze und Braun. Dies zeige das grundsätzliche Interesse, "das im Markt besteht", heißt es in der Mitteilung weiter.

Fast zur Nebensache wurde in der Mitteilung, dass am Mittwoch fünf weitere Insolvenzanträge gestellt wurden. Dabei handele es sich um die Logistikfirmen "Ziegler Logistik GmbH" mit etwa 300 Mitarbeitern und "Ziegler Global Logistics GmbH" mit 15 Angestellten. Hinzu kommen die Hausbau-Konzerngesellschaft "Engelhardt + Geißbauer GmbH" mit 80 Angestellten und die dazugehörige nicht-operative "E+G Besitzgesellschaft mbH". Außerdem hat die Ziegler-Kunststoffverpackungstochter "ZG Distributionsgesellschaft mbH mit 5 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet.

Für die nächsten Wochen soll nun die Investorensuche im Fordergrund stehen, Böhm möchte dafür einen sogenannten "strukturierten Investorenprozess" nutzen. Dabei sollen "nationale und internationale Käufer" zunächst identifiziert und dann gezielt angesprochen werden. In einem zweiten Schritt sollen dann die besten Optionen für eine Übernahme ausgewählt werden. Hierbei setzt Böhm auf die Unterstützung der PwC-Experten.

Vor zwei Wochen hat die Nachricht von der Insolvenz der Ziegler-Holding ein wirtschaftliches Beben in der Region ausgelöst. Schon damals hatte sich abgezeichnet, dass wohl mit weiteren Insolvenznachrichten im Konzern zu rechnen ist. Besonders die Insolvenz der Ziegler-Holzindustrie drei Tage später sorgte dann für weiteres Aufsehen. Die Gesellschaft betreibt das größte Sägewerk Europas auf der Betzenmühle bei Plößberg. Es galt als das Zentrum und Ursprung des extremen Wachstums der Ziegler Group der vergangenen Jahre. Inzwischen sind weitere Gesellschaften betroffen, unter anderem die Betreiber des Dämmplattenwerks in Hütten sowie des Pellets- und des Hobelwerks in Pressath. Auch verschiedene Gesellschaften der Ziegler-Bausparte meldeten vergangene Woche Insolvenz an. Nun kommt mit der Logistik ein weiteres wichtiges Standbein der Group hinzu.

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