Neuwahlen und Mitgliederehrungen für 50 und 25 Jahre Treue zum Feuerwehrverein standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Plössen im neuen Gemeinschaftshaus. Sowohl der Führung der aktiven Wehr als auch dem engeren Vorstandsgremium sprachen die Floriansjünger erneut das Vertrauen aus.
Zügig und reibungslos liefen unter der Leitung von zweitem Bürgermeister Rudi Heier, Pfarrer Sven Grillmeier und Heribert Reiß, bei der Gemeinde Speichersdorf zuständig für das Feuerwehrwesen, die Neuwahlen ab. Weitere sechs Jahre behalten Kommandant Jürgen Heier und sein Stellvertreter Michael Heindl ihre Ämter. Für die nächsten drei Jahre gehören Vorsitzender Markus Heindl, dessen Stellvertreter Edgar Schindler, Schatzmeister Winfried Beer, zweiter Kassier Heiko Adelhardt, Schriftführerin Ursula Dadder sowie Kassenprüfer Albert Hummer und Rita Grüner dem Vorstand an. Beisitzer sind wieder Udo Röderer, Stephan Kurz und Andreas Horn. Zu ihnen kommen Julian und Dominik Walter neu dazu.
In seinem Jahresbericht erinnerte Vorsitzender Heindl an die Familienwanderung bis Seybothenreuth sowie die Teilnahme am Bürgerschießen und an kirchlichen Festen. Neben einer Reihe von Festbesuchen hatte Schindler einen Ausflug zum Baumwipfelpfad bei Ebrach im Steigerwald organisiert. Das traditionelle Fischessen stieß ebenso auf positive Resonanz wie die Christbaumversteigerung. Am internen Preisschafkopf hatten 32 Kartler teilgenommen. Auch handwerklich sei die Wehr beschäftigt gewesen, erklärte der Redner und dankte allen für die Unterstützung. Die Wehr hat ein Plus erwirtschaften können und verfügt über ein solides Rücklagenpolster. Dies ging aus dem Bericht des Kassiers Winfried Beer hervor. Die Prüfung durch Albert Hummer und Rita Grüner ergab keinerlei Beanstandungen. Mit zweitem Bürgermeister Heier ehrte Vorsitzender Heindl Ehrenkommandant Wolfgang Heindl für 50 Jahre Treue. Er hatte über viele Jahre als Kommandant und Jugendwart fungiert. Ebenso lange ist Anton Hämpfling dabei. Urkunden erhielten Christian Hummer und Peter Prestele für 25 Jahre Mitgliedschaft.
Heier hob den hohen Stellenwert der Ortswehren hervor. Sie verfügten bei einem Brandeinsatz über die entsprechenden Ortskenntnisse und seien tragende Säulen im gesellschaftlichen Leben. Ferner bezeichnete er das neuerrichtete Gemeinschaftshaus als eine gelungene Einrichtung. Dabei erinnerte er daran, dass dieses Projekt die Europäische Union (EU) finanziell gefördert habe. In diesen Zusammenhang appellierte er an alle, sich rege an der Europawahl zu beteiligen.
Zu leise: Weitere Sirene angeregt
Die aktive Wehr zählt laut Kommandant Jürgen Heier 26 Dienstleistende, darunter fünf Frauen. Im Berichtszeitraum gab es drei Einsätze mit der Beseitigung einer Ölspur, einer Haustüröffnung und der Beseitigung von umgestürzten Bäumen. Mit acht Floriansjüngern hat sich die Wehr an der Übung auf dem Gelände der Messwerkzeugfabrik Friedrich Richter in Speichersdorf bei der Brandschutzwoche beteiligt. Erfreut resümierte Heier, dass die acht Übungen sehr gut besucht waren. Für dieses Jahr kündigte er wieder eine Leistungsprüfung mit benachbarten Wehren an.
Vorsitzender Markus Heindl teilte mit, dass im Mai am Gemeinschaftshaus ein öffentlicher Defibrillator angebracht wird. Für die Anschaffung hat sich ein Gönner bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen. Die Stromversorgung erfolgt vom Gemeinschaftshaus, die Energiekosten trägt der Gemeinschaftsverein.
Schriftführerin Ursula Dadder gab zu Bedenken, dass in der Bürgermeister-Kohl-Siedlung, am nördlichen Ortsrand von Plössen, die Sirene auf dem Feuerwehrgerätehaus in Richtung Guttenthau nicht zu hören ist. Es wurde in diesem Zusammenhang in Erwägung gezogen, auf dem Gemeinschaftshaus eine zusätzliche Sirene zu installieren. Bezüglich der Alarmierung kam in der Diskussion zum Ausdruck, dass künftig auch Ortswehren mit digitale Funkwecker ausgerüstet werden sollen.













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