Wie seit Jahrhunderten Brauch, zog an ihrem Kirchweihsonntag die Festgemeinde aus Arzlohe unter den Klängen der vereinten Posaunenchöre Hartmannshof, Hohenstadt und Pommelsbrunn sowie unter der Stabsführung von Katharina Polster in einer Prozession vom Dorf in die Kapellenruine ein. Bei strahlendem Sonnenschein feierte die beachtliche Schar an Gläubigen den Geburtstag des altehrwürdigen Gemäuers. Dabei durfte die Dorfgemeinschaft dem Männergesangverein Pommelsbrunn unter der Leitung von Einhard Lauffer-Königer und dem evangelischen Kirchenchor Pommelsbrunn unter der Leitung von Deborah Reichel lauschen.
Pfarrer Johannes Schroll, für den es die vorerst letzte Kirchweih in Arzlohe war, zeichnete in seiner Predigt das Bild der urchristlichen Gemeinde aus der Apostelgeschichte des Lukas nach. Vieles von diesem Ideal, das schon biblisch belegt sehr schnell Risse bekam, lässt sich auch heute noch in den Kirchengemeinden finden. Und auch wenn es doch immer nur fragmentarische Wirklichkeit ist, so könne man sich auch und gerade in Zeiten von schrumpfenden Gemeinden und abnehmender Kirchlichkeit nach diesem Ideal strecken. Denn letztlich bleibe es doch Gott selbst, der Gemeinde baut.
Gestärkt durch die Zusage von Gottes Segen ging es mit dem Posaunenchor zurück nach Arzlohe, wo Bratwürste und andere Schmankerl die Kirchweihbesucher rund um die Gastwirtschaft erwarteten.














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