12.02.2019 - 15:32 Uhr
Poppenreuth bei WaldershofOberpfalz

Jetzt geht es an den Finanzierungsplan

Nach umfangreichen Planungen und Gesprächen rückt nun der heiß ersehnte Anbau des Sportheims näher. Die Kosten: rund 280.000 Euro. Der SVP will sich um ein zinsgünstiges Darlehen bemühen.

Langjährige Mitglieder ehrte der SV Poppenreuth bei seiner Jahreshauptversammlung. Das Bild zeigt die Geehrten, vorne in der Mitte Josef Daubenmerkl, der für 60 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet wurde. Mit auf dem Bild Vorsitzender Heribert Pickert (rechts) und Zweiter Bürgermeister Karl Busch (Zweiter von rechts).
von Konrad RosnerProfil

In seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht erinnerte SV-Vorsitzender Heribert Pickert an ein "sehr arbeitsreiches und intensives Jahr". Zu schaffen machte dem SV Poppenreuth der langanhaltende und niederschlagsarme Sommer. Die Bewässerung des Rasens habe eine Menge Geld verschlungen. Pickert berichtete auch, dass die Vereinsgarage versetzt und angebaut wurde, ebenfalls mit nicht unerheblichen Kosten. Erfreulich war seine Feststellung, dass sich die Jüngeren im Verein wieder mehr engagieren. So habe man das Kirwa-Umgeign und das Starkbierfest wieder aufleben lassen. In diesem Zusammenhang lud Pickert zur Faschingsparty an diesem Freitag im Sportheim ein.

Alljährliches Standardprogramm sei die Organisation von Firmenfesten, wo der SVP schon seit Jahren aktiv sei. Auch im vergangenen Jahr war man auf diesem Gebiet wieder sehr erfolgreich, so Pickert bei der Jahreshauptversammlung am Sonntagnachmittag im Sportheim. Das größte Ziel des Vereins, der Anbau des Sportheims, werde nun konkreter. Der Bauplan sei genehmigt. Pickert verwies darauf, dass dieser Anbau ausschließlich für den sportlichen Bereich erfolge. Die Gesamtkosten werden sich wohl auf rund 280.000 Euro belaufen. Nach der Rückmeldung vom BLSV über die Fördersituation werde man mit den Banken einen Finanzierungsplan erstellen und sich um ein zinsgünstiges Darlehen bemühen. Dann hoffe man auf die Erlaubnis für einen vorzeitigen Baubeginn.

Einen umfassenden Einblick in die Finanzen des Vereins gewährte Kassierer Werner Seitz, der die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben detailliert auflistete. 2018 gab es 522 Buchungsvorgänge zu tätigen. Erfreulich sei die Tatsache, dass die Darlehen mittlerweile fast alle getilgt seien.

Spielleiter Reinhard Glatz berichtete, dass kurz vor dem Saisonstart fünf Spieler den SVP verließen und man deshalb mit großen Personalproblemen zu kämpfen gehabt habe. Spielertrainer Vaclav „Enzo“ Peroutka sei aber ein Mann, der sich nicht nur um sportliche Belange kümmere. So habe man nach zwei bis drei Spieltagen noch drei Neuzugänge aus seinem Heimatland an Land ziehen können. Aktuell belege die erste Mannschaft in der Bezirksliga einen hervorragenden dritten Tabellenplatz, nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. In der Winterpause haben sich drei weitere Spieler dem SV Poppenreuth angeschlossen, so dass ein relativ breit aufgestellter Kader zur Verfügung stehe.

Die zweite Mannschaft spiele in einer Spielgemeinschaft mit der SG Fuchsmühl, die hervorragend funktioniere. Auch sportlich laufe es zufriedenstellend. Die Jugendspieler des SVP, so Glatz, spielten bei den Nachbarvereinen in Fuchsmühl, Schönhaid und Friedenfels. Spielertrainer Vaclav „Enzo“ Peroutka ergänzte, dass der SVP eine sehr junge Mannschaft im Spielbetrieb habe, wohl die Jüngste in der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft habe eine starke Vorrunde gespielt, so dass ihr alles zuzutrauen sei. „Unser Ziel ist es, guten Fußball zu spielen.“ Die Mannschaft stehe unter keinem Druck, „aber wir werden angreifen“, so Peroutka. Ein möglicher Aufstieg in die Landesliga sei nicht gefordert, man werde ihn aber annehmen.

Zweiter Bürgermeister Karl Busch sagte: „Der SV Poppenreuth ist ein Zentrum, in dem manche Ideen und Aktivitäten gebündelt werden.“ Der SVP bereichere das Leben in Poppenreuth, aber auch in der Stadt Waldershof. Der SV Poppenreuth biete seit vielen Jahrzehnten eine Gemeinschaft, optimale Trainingsbedingungen und er setze sich für die Belange der Jugend ein. In diesem Zusammenhang hob er besonders die „treibende Kraft“ beim SVP, Heribert Pickert, hervor. Ihm sei es zu verdanken, dass Poppenreuth ein tolles Sportheim, eine schöne Sportanlage und das DFB-Talentzentrum besitze. Busch: „Lieber Heribert, der SVP braucht dich auch weiterhin. Deshalb wünsche ich dir viel Kraft, gute Nerven, Ausdauer und beste Gesundheit.“

Hintergrund:

Auszeichnungen

In der Jahresversammlung zeichnete der SV Poppenreuth langjährige Mitglieder aus: Für jeweils 25 Jahre Vereinstreue wurden Andreas Göhl und Tobias Müller, für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit Siegfried Busl, Bruno Englmann, Alfons Fachtan, Thomas Hamann, Heinz Nachbar, Michael Rickauer, Markus Schultes und Heinz Seidl geehrt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Horst Zintl und gar für sechs Jahrzehnte SVP-Treue Josef Daubenmerkl gewürdigt. (kro)

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