20.02.2020 - 10:29 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Don-Kosaken-Chor in der Michaelskirche

Der russische Don-Kosaken-Chor ist als ein Spitzenensemble bekannt. Er gastiert nicht nur in großen Konzertsälen weltweit, sondern hat auch ein Faible für kleine Kirchen. Nun trat er in der Poppenrichter Pfarrkirche St. Michael auf.

Der russische Don-Kosaken-Chor unter der Leitung von Wanja Hlibka bescherte den Konzertgästen in der Pfarrkirche St. Michael in Poppenricht einen außergewöhnliches, musikalisches Erlebnis.
von Adele SchützProfil

Musik überschreitet alle Grenzen und verbindet in einmaliger Weise Menschen und Völker. Das zeigte sich erneut beim stimmgewaltigen Auftritt des Don-Kosaken-Chors in der Michaelskirche in Poppenricht, der unter der Leitung von Wanja Hlibka stand. Die Sänger in ihrer originalen Kosakentracht schienen Leidenschaft im Blut zu haben, und verliehen so der russischen Seele durch ihre großartigen Stimmen ihren Ausdruck. Die Sympathieträger Russlands bescherten den Konzertgästen einen außergewöhnlichen Hörgenuss.

Mit dem „Credo“ läutete das Ensemble das Konzert ein und gab schon mal eine Kostprobe des gesanglichen Könnens. Die Männer mit ihren mächtigen und ausdrucksstarken Stimmen, die auch als Solisten in den großen Opernhäusern Osteuropas glänzen, vereinten sich im Don-Kosaken-Chor harmonisch zu einem überwältigenden Klangkörper. Wanja Hlibka glänzte als Dirigent. Er war in dem Original Don-Kosaken-Chor von Serge Jaroff, der 60 Jahre lang als der bekannteste Chor der Welt galt, damals der jüngste Solist. Der Schritt vom Sänger zum Dirigenten ist ihm nicht leicht gefallen, doch führte er den Chor zurück zu seiner unverminderten Popularität. Er versteht es blendend, die einzelnen Sänger nach ihren stimmlichen Möglichkeiten zu fördern und somit den weltberühmten unnachahmlichen Gesang des Original Don-Kosaken-Chores von Serge Jaroff am Leben zu erhalten. Im ersten Teil des Konzerts brachte das Ensemble Gesänge aus der russisch-orthodoxen Kirche zu Gehör, in denen die Sänger die tiefe Verwurzelung im Glauben des Volkes zum Ausdruck brachten. Im zweiten Teil wurden die Sänger mit den landestypischen Volksweisen zu leidenschaftlichen musikalischen Botschaftern ihrer Heimat.

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