30.06.2019 - 15:36 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Eichenprozessionsspinner macht auch in Poppenricht Ärger

In der Poppenricht werden zwei Defibrillatoren aufgestellt, zusätzliche mobile Geschwindigkeitsanzeiger angeschafft und die Bootsanlegestelle an der Vils bei Altmannshof ausgebaut. Ärger macht der Eichenprozessionsspinner

Poppenrichts Bürgermeister Roger Hoffmann (SPD).
von uscProfil

Bürgermeister Roger Hoffmann informierte im Gemeinderat darüber, dass man in der Gemeinde fünf Kolonien des Eichenprozessionsspinners ausgemacht habe. Die Gemeinde ließ demnach Hinweisschilder aufstellen. Es finden laut Ankündigung des Bürgermeisters regelmäßige Kontrollen statt. Außerdem entschied man sich für ein Absaugen. Auf der Homepage der Gemeinde und auf Facebook könne man die aktuelle Entwicklung in der Angelegenheit verfolgen, teilte Hoffmann weiter mit.

Ein für die Kommune positives Ergebnis habe die Begehung der Wasserspeicher des Wasserzweckverbands Illschwang gebracht, der mit neuen Filteranlagen ausgestattet worden sei. "Mit dieser Investition ist die Wasserversorgung auch für Poppenricht mit bester Wasserqualität sichergestellt", betonte der Bürgermeister.

Darüber hinaus berichtete er über die technische Abnahme der Spielpyramiden am Spielplatz Silcherstraße durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Dabei, so Hoffmann, wurden keine Mängel festgestellt und die präzise Arbeit des Bauhofs bei der Legung der Fundamente gelobt. "Nach Abschluss der Pflasterarbeiten steht einer baldigen Eröffnung hoffentlich nichts mehr entgegen", sagte Hoffmann.

Neue Schilder

Hoffmanns Bericht über das Ergebnis der Verkehrsschau zum Thema ehemaliger Radweg Höhe Altmannshof an der Kreisstraße AS 13 gab hingegen Stoff für eine Diskussion. Laut Hoffmann wird die durch die Deckenasphaltierung weggefallene Radwegefurt durch neue Verkehrszeichen "Vorfahrt achten!" für den kreuzenden Fahrradweg ersetzt. Hofmann betonte ausdrücklich, dass diese Regelung der aktuellen Straßenverkehrsordnung entspricht. Dies löste beim Sprecher der CSU-Fraktion, Andreas Kopf, allergrößte Bedenken aus. "Ich bin in Sorge, dass wegen der Änderung was passiert".

Frank Senft, ein engagierter Inklusionsbeauftragter der Gemeinde, unterbreitete dem Gremium mehrere Anregungen zum Thema "Barrierefreies Rathaus für Menschen mit Handicap". Senft beantragte mehrere Maßnahmen, allem voran die Schaffung zweier Behindertenparkplätze, beidseitige Handläufe im Treppenhaus, ein taktiles Bodenleitsystem im Erdgeschoss zur Orientierung von Menschen mit Sehbehinderung und die Anschaffung einer induktiven Höranlage für fast taube Menschen. Im Gemeinderat bestand Einvernehmen darin, eine ungefähre Kostenermittlung anzustellen und dann eine Reihenfolge der Maßnahmen festzulegen. Im Grundsatz einig war sich der Gemeinderat darin, auf Antrag der CSU weitere mobile Geschwindigkeitsmessanlagen zu kaufen. Als neue Standorte schlug die CSU unter anderem die AS 13 in Traßlberg und die Staatsstraße 2040 in Poppenricht vor. SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt regte an, die Standorte der Anlagen zu wechseln und nicht immer an derselben Stelle zu belassen. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Beschaffung für rund 10 000 Euro.

Einvernehmen bestand auch darin, auf Anregung der CSU die Bootsanlegestelle Altmannshof zu sanieren. Dies soll nach dem Vorbild der Anlegestelle beim SVL Traßlberg geschehen. Die Arbeiten soll der Bauhof ausführen. Der Bürgermeister will in der Angelegenheit ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt führen und sich nach eventuellen Fördermöglichkeiten erkundigen. Ein Anlieger, der als Zuhörer an der Sitzung teilnahm, erklärte sich spontan bereit, die Mäharbeiten an der Anlegestelle zu übernehmen.

Auf Anregung der Jungen Union will die Gemeinde stark frequentierte Plätze mit Defibrillatoren ausstatten. Als Standort kommen das Feuerwehrhaus in Traßlberg und der Dorfplatz in Altmannshof in Betracht.

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