13.12.2018 - 16:20 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Energetisches Förderprogramm für Baugebiet in Witzlhof

Die neuen Eigentümer der Bauplätze im Gebiet Auf der Höhe können, soweit die Flächen von der Gemeinde Poppenricht vermarktet wurden, unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse bei der Gemeinde beantragen.

Jürgen Stauber (Zweiter von rechts), der Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Poppenricht, erläuterte den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses das von ihm entwickelte energetische Förderprogramm für das Baugebiet Auf der Höhe.
von Autor GFRProfil

Unter dem Motto "Klimaschutz geht jeden an" hat der Poppenrichter Gemeinderat auf Anregung des Klimaschutzbeauftragten Jürgen Stauber einen Energiepakt beschlossen, mit dem die künftigen Eigentümer der Bauparzellen im Baugebiet Auf der Höhe nach genau festgelegten Kriterien, Fördergelder bei energetischen Maßnahmen erhalten können. Damit soll ein Anreiz zur Umsetzung von ökologischen und energetischen Maßnahmen geschaffen werden.

Wie Jürgen Stauber dem Umwelt- und Bauausschuss erläuterte, werden die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit mindestens fünf Kilowatt peak (kWp), der Einbau eines Stromspeichers sowie Wohngebäude, die dem Standard "Null-Energie-Haus" oder "Plus-Energie-Haus", außerdem Garagen und Carports mit Stromtankstelle gefördert. Der maximale Bonus, so Stauber, betrage 7,50 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und die Maßnahmen müssen spätestens drei Jahre nach Stellung des Bauantrags abgeschlossen und bei der Gemeinde beantragt werden.

Die Gemeinde Poppenricht bezuschusst zudem Familien mit Kindern und zahlt auf Antrag einen Euro je Kind und je Quadratmeter Grundstücksfläche. Außerdem biete Poppenricht jedem Bauherrn eine Beratung durch den kommunalen Klimaschutzbeauftragten an, der jedoch bereits in der Planungsphase beigezogen werden sollte. "Wenn auf den Feuerwehrgerätehäusern in Traßlberg und Poppenricht Photovoltaikanlagen installiert sind", so Jürgen Stauber, "dann wird auf allen kommunalen Gebäuden Strom mit Solarenergie erzeugt." Jährlich zwischen 70 und 80 Tonnen CO2-Emission könnte vermieden werden, würde die Heizung für Schule, Kindergarten und Rathaus von Heizöl auf Holzpellets umgestellt, sagte er weiter.

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