04.02.2019 - 10:24 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Frank Senft neuer Inklusionsbeauftragter in Poppenricht

Poppenricht sieht sich in Sachen Inklusion auf einem guten Weg. Mit dem örtlichen VdK-Vorsitzenden Frank Senft habe die Gemeinde einen idealen Ehrenamtlichen für den Posten des Inklusionsbeauftragten, so Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm.

Die Gemeinde Poppenricht hat einen neuen Inklusionsbeauftragten (vorne, von links) : Frank Senft und Georg Dietrich, Vorsitzender des Inklusionsbündnisses Amberg-Sulzbach; hinten (von links): Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik, Inklusionsansprechpartnerin Silke Haller und Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm.
von Autor GFRProfil

Die Gemeinde Poppenricht nehme die UN-Behindertenkommission sowie die Umsetzung von Bundesteilhabe- und bayerischem Behindertengleichstellungsgesetz ernst, betonte Böhm. Man versuche, Inklusion schnellstmöglich umzusetzen. Deshalb seien die Verwaltungsangestellte Silke Haller zur Ansprechpartnerin für Inklusion sowie Frank Senft, der Vorsitzende des VdK-Ortsvereins Luitpoldhöhe-Poppenricht, zum Inklusionsbeauftragten bestellt worden.

Mit Senft hat die Gemeinde Poppenricht laut Georg Dietrich, dem Vorsitzenden des Inklusionsbündnisses Amberg-Sulzbach nahezu in Rekordzeit einen erfahrenen und engagierten Inklusionsbeauftragten an Land gezogen. Dietrich wies darauf hin, dass Inklusion auch in den nächsten Jahren nicht an Bedeutung verlieren werde. Im Gegenteil, denn durch den demografischen Wandel werde der Anteil älterer Mitbürger mehr und mehr ansteigen. Damit gewinne Barrierefreiheit immer mehr an Bedeutung. Dietrich weiter: „Wir müssen die Inklusion realistisch angehen und dürfen nicht über hochtrabende und kaum umsetzbare Pläne diskutieren.“

Auch bei jüngeren Menschen mit Handicap werde der Wunsch nach echter Teilhabe immer stärker, erklärte Dietrich. "Je mehr Mitbürger bereit sind sich einzubringen, desto schneller und desto besser wird Inklusion umzusetzen sein", sagte er. Frank Senft müsse jetzt Gemeindeverwaltung und Bevölkerung mit Inklusion vertraut machen, sich ein Netzwerk aufbauen und auch seine Gemeinde in überregionalen Netzwerken vertreten. Senft sei nun Fachberater, zu dessen Aufgaben auch die Akquise von Fördermitteln, Öffentlichkeitsarbeit für Inklusion und letztlich die Umsetzung der vom Inklusionsbündnis Amberg-Sulzbach empfohlenen Maßnahmen und Vorhaben zähle, informierte er.

Für Zweiten Bürgermeister Hermann Böhm ist Frank Senft die Idealbesetzung, denn er sei bereits mit dem Thema Inklusion vertraut. Ohne Zögern habe Senft zugesagt, in Poppenricht des Amt des Inklusionsbeauftragten zu übernehmen. Wenn es um die Bestellung eines Inklusionsbeauftragten gehe, stoße er grundsätzlich auf offene Ohren bei kommunalen Vertretern, ergänzte Georg Dietrich.

Das Poppenrichter Rathaus beurteilte er als „bereits weitgehend barrierefrei, denn mit dem Aufzug kommt jeder Ratsuchende überall hin". Nachbessern könnte die Gemeinde mit aufgeklebten Bodenindikatoren im Eingangsbereich, die Menschen mit Sehbehinderung ins ebenerdig gelegene Passamt leiten. Dort stehe dann ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung bereit, weitere Hilfe zu leisten.

Frank Senft sah seine erste Aufgabe darin, blinden oder hörbehinderten Menschen den Weg durch das Rathaus zu erleichtern. Außerdem wolle er mit gezielten Maßnahmen seine Mitbürger für Inklusion sensibilisieren, denn: "Inklusion geht uns alle an und kann verwirklicht werden, wenn wir mehr Rampen als Treppen bauen.“

Behindertenbeauftragter Frank Senft:

Frank Senft ist 60 Jahre alt, war Angestellter bei der Standortverwaltung der Bundeswehr und ist seit acht Jahren in Rente. Seit 2016 ist Senft Vorsitzender des VdK-Ortsvereins Luitpoldhöhe-Poppenricht. Er engagiert sich in der Seniorenarbeit der Gemeinde durch Mithilfe beim Seniorenfrühstück und der Organisation von Senioren-Ausflügen. Als Mitglied im Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte übernimmt Senft dort den Fahrdienst und die Betreuung behinderter Menschen.

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