20.03.2020 - 14:09 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Gemeinde Poppenricht verfehlt angepeilte Photovoltaik-Dichte meilenweit

Unter dem Motto „Klimaschutz geht jeden an“ startete die Gemeinde Poppenricht gemeinsam mit der AOVE im Jahr 2018 eine Photovoltaik-Kampagne mit dem Ziel, die Anzahl der PV-Anlagen in Poppenricht um mindestens 25 Prozent zu erhöhen.

Bürgermeister Roger Hoffmann und Klimaschutzbeauftragter Jürgen Stauber gratulieren den Gewinnern der PV-Aktion Peter und Sybille Kern, Christian Pöhlmann, Matthias Franzeck und Markus Unglaub (von rechts).
von Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-EhenbachProfil

Mit einem Zuwachs von 18 Anlagen in den Jahren 2018 und 2019 und damit aktuell 219 Bestandsanlagen wurde dieses Ziel nicht erreicht. Die Aktion ist aber trotzdem ein kleiner Erfolg, da der prozentuale Zuwachs in Poppenricht teilweise höher ist wie in den anderen AOVE-Kommunen. Bürgermeister Roger Hoffmann freute sich, dass er vier Hausbesitzer, die ihr Inbetriebnahmeprotokoll zurückgeschickt hatten, im Rathaus zur Verlosung begrüßen konnte. „Wir sind die Generation, die die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommt und die eine Klimakatastrophe noch verhindern kann. Und Sie tragen mit dazu bei, diese zu verhindern“, verdeutlichte er.

Klimaschutzbeauftragter Jürgen Stauber zeigte sich enttäuscht, dass trotz zahlreicher Öffentlichkeitsmaßnamen das Ziel nicht erreicht wurde, die Anzahl der PV-Anlagen um 25 Prozent zu erhöhen. Der Zuwachs habe mit knapp elf Prozent nicht einmal die Hälfte der angepeilten Marke erreicht, ergänzte AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer. „Bei Nutzung fast aller Gebäudedachflächen in der Gemeinde könnten wir mehr Strom erzeugen, als in der Gemeinde verbraucht wird“, so der Klimaschutzbeauftragte. Damit könnte das gesteckte Ziel, bis Ende 2020 bilanziell energieautark zu sein, eigentlich erreicht werden. Trotz einiger Fortschritte sei die Gemeinde davon noch meilenweit entfernt, ergänzte er. Fast 80 Prozent der Wohngebäude hätten in Poppenricht keine PV-Anlage. Die Gemeinde gehöre damit unter den AOVE-Kommunen zu einem der Schlusslichter bei der PV-Dichte.

Abschließend durften die neuen PV-Besitzer Lose ziehen. Über Geldpreise, spendiert vom Bayernwerk Netz und der AOVE-Bürgersonnenkraftwerke GmbH, konnten sich Familie Überall (100 Euro), Familie Kern (75 Euro) und Familie Pöhlmann (50 Euro) freuen. Familie Franzeck kann demnächst ein ganzes Wochenende ein Elektroauto testen, das von der Firma Grammer Solar zur Verfügung gestellt wird.

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