27.02.2020 - 15:46 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Marianne Schieder bei Poppenrichter SPD: AfD, der größte Feind der Demokratie

Ein Garant für klare Worte ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, die beim Politischen Aschermittwoch der Poppenrichter Sozialdemokraten die SPD wieder im Aufwind sieht. "Aber Vorsicht vor den Nazis der AfD", so ihre Warnung.

Theresia und Gabi (von links) amüsieren die Besucher als Koiser-Weiwa mit deftigen Witzen und nicht immer ernst gemeinten gesanglichen Ratschlägen.
von Autor GFRProfil

Beim gut besuchten Politischen Aschermittwoch im Gasthof Kopf in Altmannshof hob Roger Hoffmann, der Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Poppenricht, hervor, dass im vergangenen Jahr neben dem 150. Geburtstag auch die Bürgermeisterwahl zugunsten des SPD-Ortsvereins Poppenricht gelaufen sei. Nun gehe es in zwei Wochen darum, auch bei der Gemeinderatswahl ein für die Sozialdemokraten respektables Ergebnis einzufahren. Die Weichen dafür seien mit einer „tollen Kandidatenliste“ gestellt, nun könnten die Wähler entscheiden.

Seit der Bürgerschaftswahl in Hamburg gehe es mit der SPD wieder aufwärts, stellte MdB Marianne Schieder fest. "Wir müssen nur zusammenhalten, um für uns und die Bürger das Beste zu erreichen", appellierte sie. Mittlerweile sei die Idee des Politischen Aschermittwochs 101 Jahre alt. Aus dem ehemaligen Treffen des Bauernbunds im Wolfersteiner Keller in Vilshofen sei ein Politspektakel geworden, das aber Franz Josef Strauß in eine „politische Schlammschlacht“ verwandelt habe.

Die SPD sei die älteste politische Kraft in Deutschland und Europa, sagte Marianne Schieder. "Wir stehen für Frieden, Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit, aber wir kämpfen gegen alle, die diese Demokratie anzweifeln." Derzeit größtes Problem sei der rechtsextreme Terror, aber auch die alten Nazis seien wieder da, nur werde das von den Unionsparteien klein geredet. Keinen Zweifel ließ Schieder daran, "dass die AfD der politische Arm des rechten Terrors ist". „Des san Nazis – des bleim Nazis“, stellte die Abgeordnete klar. Zu Thüringen meinte Schieder, "dass dort Politik ohne Hirn und ohne Verstand gemacht wurde, und dieses Drama ist noch nicht zu Ende". Für Marianne Schieder ist Björn Höcke "ein Faschist, mit dem es nie eine gemeinsame Basis geben wird". Höcke beschönige Nazi-Unrecht.

Zum Bild der SPD meinte Marianne Schieder, "dass wir selbst nicht immer darauf hinweisen sollten, was wir nicht erreicht haben, sondern eher das Erreichte der Sozialdemokraten herausstellen". Sie denke da an den Mindestlohn, gerechte Arbeitsbedingungen, die Integration von Langzeitarbeitslosen, ein stabiles Rentenniveau, einen Rahmentarifvertrag für Pflegeberufe, aber auch an höhere Einkommensgrenzen, wenn Kinder für die Kosten der Heimunterbringung ihrer Eltern aufkommen müssen.

Der Kohleausstieg sei sicher nicht von heute auf morgen zu schaffen, bemerkte Schieder. Aber schon den Gedanken, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, halte sie für "mehr als bedenklich". Sinnvoller sei eine Investition in erneuerbare Energien, die 10-H-Regel für Windräder müsse überarbeitet und der Bau von Photovoltaik-Anlagen ausgeweitet werden. Werde der Bürger über Energie-Genossenschaften am Ertrag beteiligt, habe er sicher auch mehr Verständnis für Windräder. Schieder erachtete eine Äußerung von Greta Thunberg für bedenklich, die das System in Frage stelle, falls man ihr nicht mehr Gehör schenke.

Hinsichtlich der Kommunalwahlen begrüßte Schieder, dass sich so viele Bewerber über demokratische Parteien zur Wahl stellen – "aber die besten Kandidaten hat immer noch die SPD". Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann moderierte die Vorstellung der Poppenrichter SPD-Gemeinderatskandidaten. Für Heiterkeit sorgten die Koiser-Weiwa, Gabi und ihrer Tochter Theresia, die einige Witze zum Besten gaben, so über den Wunschprinzen, die Gesundheitsreform, das Dosenfutter oder das Büfett-Essen.

Die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder spricht beim Politischen Aschermittwoch Klartext: „Mit dem Faschisten Höcke gibt es keine gemeinsame Basis.“
Theresia und Gabi (von links) amüsieren die Besucher als Koiser-Weiwa mit deftigen Witzen und nicht immer ernst gemeinten gesanglichen Ratschlägen.

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