30.12.2018 - 15:03 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Wasserleitung und Belag neu

Zwar sind sich die Gemeinderäte in grundsätzlichen Fragen meist einig. In der Jahresschlusssitzung unterstreichen Andreas Kopf (CSU) und Wolfgang Schmidt (SPD) diese Zusammenarbeit ausdrücklich. Dem schließt sich Kurt Köhler (FW) an.

Mit geschätzten 200.000 Euro soll die Oberdecke der Häringloher Straße in Poppenricht erneuert werden.
von Autor GFProfil

In seinem Rechenschaftsbericht ging Zweiter Bürgermeister Hermann Böhm kurz auf das Förderpaket für die von der Gemeinde vermarkteten Bauplätze im Baugebiet Auf der Höhe in Witzlhof ein. Es beinhaltet Zuwendungen für energetische Maßnahmen, aber auch für Familien mit Kindern.

Die erneuerten Straßen nach Siebeneichen und Richtung Schäflohe seien mangelfrei abgenommen worden. In der Bauausschusssitzung in der Grundschule sei festgehalten worden, dass die Schule ausgelastet sei. Alle Zimmer seien belegt, aber weitere Räume dringend notwendig. Daher werde geprüft, ob man den Dachboden im Weißen Schulhaus für eine Nutzung umbauen kann. Weitere Maßnahmen seien erforderlich in der Turnhalle beim Schallschutz und am Fußboden.

Die Kita St. Anna in Traßlberg habe Sanierungsbedarf bei Toiletten, Sozialräumen sowie bei der Arbeits- und Betriebssicherheit. Der Umbau sei mit der Kindergartenleitung abgestimmt und vom Bauausschuss genehmigt. Während der Umbauphase könnten Kita-Gruppen in den Mehrzweckraum im Rathaus und in zusätzlich aufgestellte Container beim Kindergarten St. Michael ausgelagert werden. Wenn wir die Turnhalle sanieren, so SPD-Sprecher Wolfgang Schmidt, rege er ein ganzheitliches Konzept an, um das Gebäude für die nächsten Jahre auf den neuesten Stand zu bringen.

Böhm verwies auf eine Besprechung mit der Breitbandberatung Bayern, bei der die Förderprogramme "Bund Bitratenanalyse" und "Bund Masterplan" sowie das Landesförderprogramm Glasfaseranschlüsse für Schulen erörtert wurden. Eine detaillierte Vorstellung erfolge in der Januar-Sitzung.

Straßen werden saniert

Udo Hartmann vom Ingenieurbüro für Bau- und Umwelttechnik GmbH stellte dem Gremium einen Sanierungsvorschlag für die Häringloher- und Siedlerstraße sowie für die Neue Heimat vor. Gut 200 000 Euro müsse die Kommune für eine Deckensanierung aufwenden. Würde man das im Unterbau befindliche Schlackengranulat entfernen, seien wegen der hohen Entsorgungskosten erhebliche Mehrkosten zu kalkulieren.

Auf eine Länge von gut 1400 Metern sei mit Bohrungen im Abstand von 100 Metern der Straßenuntergrund untersucht worden, so Hartmann. Während in der Neuen Heimat klassischer Unterbau festgestellt wurde, brachten die Bohrungen in der Häringloher Straße verdichtete Schlacke zum Vorschein.

Kostengünstiger sei es, für die Erneuerung der Wasserleitungen nur den dringend notwendigen schmalen Graben heraus zu fräsen, denn Arbeiten mit schwerem Gerät würde auch den danebenliegenden Unterbau zerstören.

Auf Privatgrund

Die Kosten für die Erneuerung der Wasserleitungen übernimmt der Zweckverband zur Wasserversorgung der Illschwang-Gruppe, die Instandsetzung der Straßen geht zu Lasten der Gemeinde. Udo Hartmann wies darauf hin, dass in der Neuen Heimat teilweise die Wasserleitung auf Privatgrund verläuft, aber künftig in die Straße verlegt werden soll.

Laut Hermann Böhm werden die betroffenen Hauseigentümer im Vorfeld noch ausreichend in einer Informationsveranstaltung aufgeklärt. Mit kurzfristiger Unterbrechung der Wasserversorgung während der Bauarbeiten müsse gerechnet werden, so Hartmann. Nach derzeitigem Stand werde die Ausführung Ende 2019 oder dann 2020 erfolgen. Zum Antrag des SVL Traßlberg, das Freigelände in der Ortsmitte von Traßlberg im Mai 2021 für das 75-jährige Vereinsjubiläum und den Zieleinlauf des Landkreislaufes nutzen zu können, meinte Zweiter Bürgermeister Böhm, dass am 14. Februar ein Gespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung über eine Folgenutzung des Platzes angesetzt sei. Der Gemeinderat werde dann am 26. Februar über den SVL-Antrag entscheiden.

Zur Anordnung einer Tempo-30-Zone in der Straße Zum Sinterbühl meinte Verwaltungsleiter Hartmut Gawlik, dass dort sogar Tempo 100 nicht geahndet werden könnte, denn nach der derzeitigen Ortsbeschilderung befinde sich die Straße Zum Sinterbühl nicht innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Einstimmig wurde eine Tempo-30-Zone beschlossen.

Seniorenbeauftragte Gertraud Weigl betonte, dass die Angebote für Senioren gut angenommen worden seien. Sie verwies auf die regelmäßgen Seniorenfrühstücke, Yoga- und Gymnastikkurse, Wandertage und den Gesundheitstag anstelle der bisherigen Seniorenwochen. Die Nachbarschaftshilfe werde künftig von Christine Sevcik organisiert. Am Jugendforum, so Jugendbeauftragter Johannes Hauer, hätten sich acht Vereine beteiligt, denen fast 260 förderfähige Kinder angehören. Alle Vereine könnten auf attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche verweisen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.