19.08.2019 - 09:55 Uhr
Preißach bei TrabitzOberpfalz

Feuerwehr Burkhardsreuth lässt fürs Abzeichen nichts anbrennen

Anspruchsvolle Ausbildung, Disziplin und Kameradschaft sind das A und O in allen Feuerwehren. Ob hier alles passt, erweist sich bei jedem Ernstfall – und bei den Leistungsabzeichen-Prüfungen.

Am Erfolg hat wohl niemand gezweifelt: 21 Prüflinge der Feuerwehr Burkhardsreuth beweisen bei der Leistungsprüfung in Preißach Teamgeist und Können. Kreisbrandmeister Jürgen Haider (von links) und Kommandant Stefan Groß sind stolz auf die Truppe.
von Bernhard PiegsaProfil

Nachdem sich heuer schon 13 „Floriane“ aus Zessau und Weihersberg und 11 Kameraden aus Feilersdorf die begehrten „Schmuckstücke“ gesichert hatten, war nun die Feuerwehr Burkhardsreuth an der Reihe. Dank siebenwöchiger sorgfältiger Vorbereitung durch die Gruppenführer Sebastian Bayer und Andreas Pöhlmann klappte auf dem Preißacher Dorfplatz alles wie am Schnürchen.

Als Einstieg mussten die 20 Prüflinge ihre Fertigkeit im Knotenknüpfen beweisen, Fachfragen zu Ausrüstung, Erste Hilfe und Gefahrgutkennzeichnung beantworten sowie eine verlässlich dichte Saugleitung zusammenkuppeln. Auch beim „Löschangriff“, dem Herzstück des Prüfprogramms, ließen die Kandidaten nichts anbrennen.

Für die drei Prüfungsgruppen kam es dabei nicht nur auf eingespielte Teamarbeit, Geistesgegenwart und Routine an, sondern auch auf die Einhaltung eines bestimmten Zeitrahmens. Denn die Feuerwehrleute sollten nicht zu zögerlich, aber auch nicht übereilt agieren, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden, die erst recht Verzögerungen und Gefahren heraufbeschwören könnten. „Ihr habt sauber und ruhig gearbeitet“, lautete das lakonisch-knappe Fazit von Kreisbrandmeister Jürgen Haider, der mit Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz und Barbara Tschirschnitz aus Neustadt am Kulm die Leistungsprüfung abnahm.

Auch Kommandant Stefan Groß war stolz auf seine Kameraden: „Ihr habt nicht nur die Schulungen mit Ernst und Eifer absolviert, sondern vor allem gezeigt, dass ihr Freunde in einem eingespielten Team seid – und das ist das Wichtigste.“ Nicht minder beeindruckt zeigte sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk: „Eure Arbeit funktioniert wie ein Räderwerk, in dem ein Zahnrad ins andere greift.“ Wie wichtig Vertrauen und gewissenhafte Vorbereitung in den Löschgruppen seien, habe sich heuer schon bei mehreren Großeinsätzen erwiesen, betonte Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz: „Da muss jeder Handgriff jederzeit ‚sitzen‘.“

Besonders gratulierte er den sechs Leistungsabzeichen-„Erstlingen“ und legte den erfahrenen „alten Hasen“ ans Herz: „Helft eurem Nachwuchs, bei der Stange zu bleiben, und bleibt selbst bei der Stange.“ Eine von der Gemeinde gestiftete Brotzeit im Burkhardsreuther Gasthof Lober schloss den Prüfungstag ab.

Info:

Die erfolgreichen Prüflinge

Folgende Aktive der Feuerwehr Burkhardsreuth erwarben das Leistungsabzeichen:

Stufe I: Juliane Hey, Lena Schecklmann, Lukas Schuberth, Johannes Schwemmer, Magdalena Schwemmer, David Steinkohl.

Stufe II: Lukas Baumann, Regina Hey, Johannes Neukam.

Stufe III: Sebastian Bayer, Simon Dötsch, Renate Neukam, Benedikt Reiß, Sebastian Reiß.

Stufe IV: Michael Bauer, Fabian Dötsch, Martin Groß.

Stufe V: Lukas Deubzer.

Stufe VI: Alexander Bayer, Andreas Pöhlmann.

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